Familienstreit endet in Tragödie„Ich habe Mama verteidigt“ – Junge (7) ersticht seine Tante

©PHOTOPQR/LE PARISIEN/Delphine Goldsztejn (Staff) ; Paris ; 20/07/2026 ; Police nationale Illustration police faits divers Insécurité Illustration : Première force de sécurité en France, la Police Nationale assure protection des personnes et des biens, Prévention de la criminalité et de la délinquance Paris Le 20/07/2026 Photo : Delphine Goldsztejn
Bei dem Familienstreit ist eine Frau getötet worden (Symbolbild).
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Es ging um eine Lappalie, doch am Ende ist eine Frau tot!
Ein Familienstreit zwischen zwei Schwestern endet in Frankreich in einer Tragödie: Ein erst sieben Jahre alter Junge hat zugegeben, seiner Tante mit einem Messer eine tödliche Verletzung zugefügt haben. Danach sagt das Kind einen Satz, der die Ermittler vor eine schwierige Frage stellt: Was ist in dieser Nacht wirklich passiert?

Junge (7) sagt mit Blut an den Händen: „Ja, ich war es. Ich will nicht ins Gefängnis.”

Mitten in der Nacht eskaliert in einer Wohnung in Saint-Maur-des-Fossés vor den Toren von Paris ein Familienstreit über eine Kleinigkeit. Am Ende ist eine Frau tot. Als Polizei und Rettungskräfte eintreffen, soll ausgerechnet ihr sieben Jahre alter Neffe erklären, dass er das Messer benutzt habe. Sein Motiv: Er habe seine Mutter beschützen wollen.

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Nach Informationen der französischen Zeitung Le Parisien soll der Junge gegenüber den Einsatzkräften gesagt haben: „Ja, ich war es. Ich will nicht ins Gefängnis. Ich will nicht, dass ihr meine Mutter ins Gefängnis steckt. Ich habe meine Mama verteidigt.“ Der Bericht beschreibt das Kind dabei mit Blut an den Händen.

Streit zwischen den Schwestern eskaliert mitten in der Nacht

Das Drama ereignet sich in der Nacht zum Freitag, 18. September, in Saint-Maur-des-Fossés im Département Val-de-Marne südöstlich von Paris. Nach übereinstimmenden Angaben von BFMTV und Le Parisien geraten die Mutter des Jungen und deren Schwester in einen Streit. Was zunächst wie eine familiäre Auseinandersetzung wirkt, nimmt plötzlich eine tödliche Wendung.

Nach den bisher veröffentlichten Informationen soll der Siebenjährige während des Streits eingegriffen haben, weil er offenbar glaubte, seine Mutter verteidigen zu müssen. Er soll ein Messer genommen und seiner Tante eine schwere Verletzung am Hals zugefügt haben.

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Warum ausgerechnet ein sieben Jahre altes Kind in diesem Moment zu einem Messer griff, gehört nun zu den entscheidenden Fragen der Ermittlungen. Was genau die beiden Schwestern zuvor gegeneinander aufgebracht hatte und ob der Junge tatsächlich eine konkrete Gefahr für seine Mutter wahrnahm, ist noch nicht abschließend geklärt.

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Die Tante verblutet trotz sofortiger Reanimationsversuche

Gegen 4.30 Uhr werden Rettungskräfte in die Rue d’Alsace-Lorraine gerufen. Nach Angaben von Le Parisien versuchen zunächst Feuerwehrleute und anschließend ein medizinisches Team, das Leben der schwer verletzten Frau zu retten. Vergeblich. Um 5.17 Uhr wird die 50-Jährige infolge des massiven Blutverlusts für tot erklärt. Das französische Nachrichtenportal Actu17 berichtet ergänzend, die Frau sei außerhalb der Wohnung bewusstlos aufgefunden worden. Eine Erklärung der zuständigen Staatsanwaltschaft liegt bislang nicht vor.

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Kann ein Siebenjähriger in Frankreich überhaupt bestraft werden?

Der Fall ist auch juristisch außergewöhnlich. In Frankreich ist entscheidend, ob ein minderjähriges Kind überhaupt erkennen konnte, was es tat und welche Bedeutung sein Handeln hatte. Für Kinder unter 13 Jahren gilt grundsätzlich die gesetzliche Vermutung, dass ihnen diese sogenannte Einsichtsfähigkeit fehlt. Das französische Justizministerium weist darauf hin, dass Freiheitsstrafen erst ab 13 Jahren möglich sind. Bei jüngeren Kindern stehen gegebenenfalls erzieherische Maßnahmen im Vordergrund.

Verwendete Quellen: Le Parisien, BFMTV, Actu17