Minister warnt vor „aktiven Zonen“Waldbrand bei Bordeaux laut Regierung unter Kontrolle

A group hold a firehose and try to suppress a fire near Lacanau, as wildfires rage outside Bordeaux, France, Monday, July 27, 2026. (AP Photo/Baz Ratner)
Männer kämpfen in der Nähe des Urlaubsortes Lacanau bei Bordeaux gegen das Feuer.
AP Photo/Baz Ratner

Nach dem massivsten Feuer der Saison an der Atlantikküste gibt es eine positive Wendung. Laut Innenminister breitet sich die Flammenfront nicht weiter aus. Dennoch gibt es weiterhin „aktive Zonen“ - und ein neuer Brandherd sorgt für Beunruhigung.

Der große Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez unter Kontrolle. Das Feuer breite sich nicht weiter aus, sagte der Minister bei einem Pressestatement. Jedoch gebe es noch Brandherde und „aktive Zonen“.

Nach der Entspannung der Lage werden mehr als 10.000 weitere Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können, hieß es. In der Region nahe der Großstadt Bordeaux wüteten bislang die massivsten Brände der Saison in Frankreich, auf einer Fläche von 42.000 Hektar. 224.000 Menschen waren evakuiert worden, bislang durften nach Behördenangaben aber bereits 198.000 von ihnen zurückkehren. Insgesamt seien in Frankreich seit Beginn des Jahres 119.000 Hektar von Waldbränden erfasst worden, erklärte Nuñez laut Medien.

Ein wieder aufgeflammtes Feuer im südfranzösischen Département Var gibt dagegen weiterhin Anlass zur Sorge. Innerhalb weniger Stunden hatte es sich am Freitag auf einer Fläche von mehr als 1.000 Hektar ausgebreitet. Die Lage habe sich nicht verschlimmert, gab der Innenminister laut übereinstimmenden Medienberichten an. Es handele sich jedoch um ein Hochrisikogebiet, besonders wegen erwarteter trockener und starker Winde am Nachmittag. Nach Angaben der Präfektur sind 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von sechs Löschflugzeugen und fünf Helikoptern.

Verwendete Quellen: kst/dpa