Rekord-TiefRheinpegel erreicht bei Köln einen historischen Tiefstand

Ein Frachtschiff faehrt bei Niedrigwasser mit geringer Ladung ueber den Rhein am Dom in Koeln vorbei (Foto vom 31.08.2026). Die Pegelstaende im Rhein grenzen teils an Tiefstwerten. In Koeln wird ein historischer Tiefstand befuerchtet. Das Niedrigwasser hat massive Auswirkungen auf die Schifffahrt. Gueterschiffe muessen ihre Ladung teils um mehr als die Haelfte reduzieren, Personenfahrten fallen teilweise aus.
In Köln sinkt der Pegel auf einen Rekord-Tiefstand, soll aber bald wieder steigen.
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Aufgrund von Trockenheit und Hitze sinkt der Pegel des Rheins bei Köln auf ein neues Rekordtief. Der Wasserstand liegt einen Zentimeter unter dem bisherigen Negativwert von 2018. Fachleute halten die Entwicklung für außergewöhnlich.

Das Niedrigwasser des Rheins hat in Nordrhein-Westfalen an der ersten Stelle einen historischen Tiefpunkt erreicht. Am Rhein-Pegel Köln wurde 68 Zentimetern gemessen. Das ist ein Zentimeter weniger als der bisherige Rekord-Tiefstand dieses Pegels vom 23. Oktober 2018, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rhein hervorgeht. Im weiteren Tagesverlauf soll das Wasser laut Prognose aber wieder etwas steigen.

In Duisburg-Ruhort sank der Pegelstand zum ersten Mal wieder auf sein bisheriges historisches Tief von 153 Zentimetern. Unterschritten werden soll er entgegen vorherigen Erwartungen aber nun nicht mehr. Ein Pegelstand ist eine relative, von einem festgelegten Punkt aus gemessene Wasserhöhe. Er zeigt damit nicht die tatsächliche Wassertiefe bis zum Boden an.

Zuvor waren bereits andernorts Niedrigstände am Rhein erreicht worden: Am Freitag sank der Pegelstand in Kaub Rheinland-Pfalz hat den bisherigen Tiefstwert aus dem Jahr 2018. Dem WSA zufolge lag der Pegel am Freitag mit 25 Zentimetern auf dem Niveau des niedrigsten Wasserstands seit Messbeginn vom 22. Oktober 2018. Eine Woche zuvor waren es noch 55 Zentimeter gewesen.

Einem WSA-Experten zufolge ist diese frühe Zuspitzung beim Rhein-Niedrigwasser ungewöhnlich. Das bestätigt auch die Bundesanstalt für Gewässerkunde. Demnach sind eigentlich der Spätsommer und der Herbst typische Niedrigwasserzeiten. Dass im Rhein und in anderen Flüssen jetzt schon derart wenig Wasser ist, sei eine besondere Situation. Gründe seien vor allem Trockenheit und Hitze, regionale Schauer könnten nur vorübergehend helfen.

Verwendete Quellen: kst/dpa