Sein Tod sorgte deutschlandweit für SchlagzeilenTristan (†13) brutal ermordet und geschändet! Seit 1998 suchen sie schon seinen Mörder

Wieso musste der kleine Junge so grausam sterben?
Tristan Brübach lungert am 26. März 1998 in der Nähe des Bahnhofs im Frankfurter Stadtteil Höchst herum, so wie er es ganz oft tut. Doch an diesem Tag trifft der 13-Jährige dort auf seinen noch unbekannten Mörder. Die Art und Weise, wie der Täter vorgeht, wirft bei den Ermittlern noch heute Rätsel auf.
Geschlagen, gewürgt, geschnitten! So starb Tristan Brübach (†13)
„Da haben sich mir regelrecht die Nackenhaare aufgestellt”, sagt Uwe Fey, der ab 2002 der Hauptermittler in diesem Fall ist, im Podcast „Aktenzeichen XY… Unvergessene Verbrechen” (jetzt auf RTL+ streamen) über die Bilder vom Tatort. „Solche Verletzungen habe ich auch bei einer Leiche noch nicht gesehen – und schon gar nicht bei einem Jungen.”

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Selbst für erfahrenere Polizisten ist es ein Schock! Für die Ermittler wird deutlich: Tristan wird bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und gewürgt, bevor sein Mörder ihn mit einem Schnitt durch die Kehle tötet. Dann zieht er Tristans Hose und Unterhose herunter und verstümmelt ihn.

Gegen 16 Uhr entdecken Kinder den übel zugerichteten Leichnam des Jungen in einem Tunnel entlang des Liederbaches ganz in der Nähe des Bahnhofs. Die dunkle, mehr als 100 Meter lange Unterführung wird von Ortskundigen – oft von Kindern und Jugendlichen – als Abkürzung genutzt. Nur rund 40 Minuten vorher wird Tristan noch lebend gesehen, auf einer Bank in einem Park, erst im Gespräch mit einer Hundehalterin, dann neben zwei Männern sitzend.
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Was ist das Motiv für den Mord an Tristan Brübach (†13)?
Mehrere Zeugen können den mutmaßlichen Mörder beschreiben: Er ist circa 1,75 Meter groß, zum Tatzeitpunkt 20 bis 30 Jahre alt, schlank, hat möglicherweise eine Oberlippenspalte, ein blasses Gesicht und längere blonde Haare, die er zu einem Pferdeschwanz bindet. Insgesamt wirkt er ungepflegt. Auf dieser Grundlage entsteht ein Phantombild.

Aufgrund der auffälligen Ähnlichkeit gerät zwischenzeitlich auch ein bekanntes Gesicht ins Visier der Ermittler: Christian B., der Hauptverdächtige der deutschen Ermittler im Fall der 2007 verschwundenen Madeleine „Maddie” McCann. Doch er scheidet schnell als Tristans Mörder aus.
Das Motiv des Täters ist zunächst völlig unklar. 2012 wird die Tat neu analysiert, um auch neue Schlüsse zum Warum ziehen zu können. Die Ermittler halten fest: Wahrscheinlich ist Tristan ein Zufallsopfer. Er muss sterben, damit der Täter mit den Körperteilen eines Jungen seine sexuellen Fantasien ausleben kann.
Chefermittler über den Fall Tristan Brübach (†13): „Manchmal reicht es einfach nicht”
Bis heute ist der Fall nicht gelöst, auch die Leichenteile bleiben verschwunden. Dabei ist der Aufwand riesengroß: Teilweise gehören über 100 Ermittler zur Sonderkommission, tausende Hinweise aus der Bevölkerung gehen ein, unzählige Spuren werden ausgewertet. Höhepunkt: ein großangelegter Fingerabdruckvergleich in mehreren Stadtteilen, der in dieser Größenordnung bis dahin bundesweit einzigartig ist. Ohne Erfolg – alle Spuren verlaufen im Sand!
Uwe Fey ist heute in Pension, seine Kollegen aus der Cold-Case-Einheit gehen aber auch heute noch jedem Hinweis nach. „Ich hätte den Fall gerne gelöst, aber manchmal reicht es einfach nicht”, sagt Fey im Podcast. Er gebe die Hoffnung nicht auf. Doch auch er weiß, dass es immer schwerer ist, den Fall nach all den Jahren zu lösen.
Verwendete Quellen: „Aktenzeichen XY… Unvergessene Verbrechen”, Bundeskriminalamt
































