„Das war wirklich schrecklich“ Augenzeuge Samuel sah brennende Menschen aus der Bar in Crans-Montana fliehen
Die Horrorszenen wird er so schnell nicht vergessen.
Samuel Rapp feierte in einem Restaurant in Crans-Montana ins neue Jahr. Doch plötzlich war die Feierstimmung wie weggeblasen. Ein Freund sagte ihm, dass in der Bar „Le Constellation“ nebenan etwas schreckliches passiert sein musste, erzählt der blonde junge Mann dem Sender Sky News.
Menschen rannten am Hauptausgang der Bar panisch übereinander
Er berichtet von panischen Szenen vor der Location. „Ich habe Feuer in dem Lokal gesehen und viele Leute haben geschrien“, erinnert er sich. „Sie haben alle versucht, aus dem Hauptausgang zu fliehen. Aber die Sache ist, da waren so viele Leute.“ Die verängstigten Gäste seien im Gedränge übereinander her getrampelt, berichtet der Augenzeuge.
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„Ich habe sehr viele Leute am Boden gesehen und ich glaube, die waren tot. Jemand hatte Jacken auf ihre Gesichter gelegt“, berichtet Rapp in dem Interview. „So viele Leute haben geschrien, manche hatten keine Haare mehr, weil sie am ganzen Körper gebrannt haben.“ Andere hätten keine Kleidung mehr angehabt, offenbar, weil diese Feuer gefangen hatte.

Crans-Montana ist auch bei ausländischen Touristen ein beliebtes Skigebiet
Samuel Rapp schätzt, dass die meisten Leute in der Unglücksbar „sehr jung“, zwischen 16 und 18 Jahren alt waren. Er vermutet, dass viele ausländische Touristen in dem Lokal gefeiert haben könnten. „Leute aus der ganzen Welt kommen hier her“, erklärt der Augenzeuge.
Mit der Silvesterstimmung sei es nach dem Unglück sofort vorbei gewesen. Der Skiort im Schweizer Kanton Wallis sei voll von Polizei und Rettungskräften gewesen. Die Partygäste aus den umliegenden Restaurants und Bars seien alle sofort nach Hause gegangen, als sie gehört hätten, was passiert ist. „Alle haben aufgehört zu feiern“, sagt Samuel Rapp im Sky News-Interview.

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Wie viele Menschen bei der Feuerkatastrophe genau ums Leben kamen, ist noch unklar. Laut italienischen Behörden soll die Schweizer Polizei von rund 40 Todesopfern ausgehen. Etwa 100 weitere Menschen wurden mit zum Teil schweren Brandverletzungen in Krankenhäuser in der ganzen Schweiz eingeliefert. Die Kliniken im Kanton Wallis sind völlig überlastet. (mit dpa, AFP)
Verwendete Quellen: ENEX/Sky News, dpa, AFP
































