Geständnis nach JahrenSchweizerin (14) erfindet Missbrauch - Eltern sitzen 599 Tage in Haft

599 Tage unschuldig in Haft!
Eine Jugendliche behauptet mit 14 Jahren, von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht und von ihrer Mutter geschlagen worden zu sein. Zwei Gerichte glauben ihr und verurteilen das Paar zu mehrjährigen Haftstrafen. Erst Jahre später gesteht die inzwischen 19-Jährige, sich die Vorwürfe ausgedacht zu haben.
Falsche Missbrauchsvorwürfe: Schweizer Paar saß 599 Tage unschuldig in Haft
599 Tage saßen ein Mann und eine Frau in Untersuchungshaft, verurteilt wegen sexuellem Missbrauch und Körperverletzung an einem Kind. Wie der „Tages-Anzeiger” berichtet, war der Grund für ihre Verurteilung eine Lüge: Die heute 19-jährige Tochter der Frau hat die Anschuldigungen gegen ihre Mutter und ihren Stiefvater erfunden.
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Als 14-Jährige hatte sie behauptet, über Jahre hinweg geschlagen worden zu sein und sexuelle Übergriffe durch ihren Stiefvater erlitten zu haben. Ein vierköpfiges Gutachterteam stufte ihre Aussagen damals als „hoch glaubwürdig” ein. Dass die Jugendliche in ihrer Schule als Lügnerin bekannt gewesen sein soll und von Stimmen in ihrem Kopf sprach, blieb dem Bericht zufolge unberücksichtigt.
Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Stiefvater im Juli 2021 zu drei Jahren Haft, die Mutter zu 22 Monaten. Im Berufungsverfahren vor dem Obergericht fiel das Urteil Ende 2023 sogar noch härter aus: 50 Monate für den Stiefvater wegen schwerer Körperverletzung und mehrfachen sexuellen Kindesmissbrauchs, 47 Monate für die Mutter wegen Gehilfenschaft.
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Erst danach gestand die junge Frau dem zuständigen Oberrichter ihre Lügen. Dieser erstattete daraufhin Strafanzeige gegen sie. Die Jugendanwaltschaft der Stadt Zürich hat inzwischen ein Verfahren wegen falscher Anschuldigung, Irreführung der Rechtspflege und Freiheitsberaubung eingeleitet. Die Schuldsprüche gegen Mutter und Stiefvater hat das Obergericht mittlerweile aufgehoben.
Verwendete Quellen: Tagesanzeiger, Blick

































