Zwei Giftspritzen überlebt! Kann Christa Pike jetzt erneut hingerichtet werden?
Hinrichtung überlebt – und trotzdem nicht gerettet!
Zwei tödliche Spritzen konnten ihr nichts anhaben – die 50-Jährige wird in ein Krankenhaus gebracht. Jetzt stellt sich eine außergewöhnliche Frage: Kann Tennessee versuchen, Pike ein zweites Mal hinzurichten?
Christa Pike lebt
Nur weil Pike den ersten Hinrichtungsversuch überlebt hat, ist ihr Todesurteil nicht automatisch vom Tisch. Einen Präzedenzfall dafür gibt es bereits. 1946 überlebte der zum Tode verurteilte Willie Francis in Louisiana eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl, weil die Technik versagte. Der Fall landete vor dem Obersten Gerichtshof der USA. Der entschied 1947, dass ein zweiter Hinrichtungsversuch unter den damaligen Umständen nicht gegen die US-Verfassung verstieß.
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Auf Pike lässt sich diese Entscheidung allerdings nicht automatisch übertragen. Entscheidend dürfte unter anderem sein, warum ihre Hinrichtung scheiterte und ob ein weiterer Versuch verfassungsgemäß durchgeführt werden könnte.
Gescheiterte Hinrichtung wird extern untersucht
Einfach dort weitermachen, wo die Hinrichtung am Mittwochabend (30. September) abgebrochen wurde, kann der Staat nicht. Die Gefängnisbehörde von Tennessee erklärt, das geltende Protokoll habe keine weiteren Maßnahmen erlaubt, nachdem die vorgesehenen Schritte an diesem Abend durchgeführt worden waren. Gleichzeitig betont die Behörde, man habe das Protokoll eingehalten.

Der 30. September war zudem der gerichtlich festgelegte Tag für Pikes Hinrichtung. Für einen weiteren Versuch müsste ein neuer Vollstreckungstermin angesetzt werden. Bislang steht ein solcher Termin nicht fest.
Zunächst soll geklärt werden, was bei der Hinrichtung überhaupt passiert ist. Tennessees Gouverneur Bill Lee hat eine externe Untersuchung angeordnet. Weitere Hinrichtungen in dem US-Bundesstaat sind vorerst gestoppt worden. Eine noch für 2026 geplante Exekution wurde ausgesetzt.
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Für Pike bedeutet das allerdings keine Begnadigung. Ob der Staat nach Abschluss der Untersuchung einen weiteren Versuch unternimmt und welche juristischen Auseinandersetzungen dann folgen, ist offen.
„Mein Arm fühlt sich an, als würde er platzen“
Während der Hinrichtung soll Pike selbst bemerkt haben, dass etwas nicht stimmt. Augenzeugen zufolge klagte sie über Schmerzen und soll zu den Vollstreckern gesagt haben: „Mein Arm fühlt sich an, als würde er jeden Moment platzen.“
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Zeitweise soll Pike gemeinsam mit ihrem spirituellen Beistand gesungen haben. Als letzte Worte hatte sie demnach eine Botschaft über Liebe vorbereitet: „Ich werde diese Welt so verlassen, wie ich den größten Teil meines Lebens verbracht habe – nämlich mit Liebe.“ Doch Pike stirbt nicht.
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Wie geht es Christa Pike jetzt?
Ihre Verteidiger berichteten später, dass sie noch lebte, nachdem die vorgesehenen Chemikalien verabreicht worden waren. Die Gefängnisbehörde bestätigt inzwischen, dass Pike schließlich in eine medizinische Einrichtung außerhalb des Gefängnisses gebracht wurde. Ob die 50-Jährige bei Bewusstsein ist, welche Verletzungen sie möglicherweise davongetragen hat und ob bleibende Schäden zu erwarten sind, ist bislang öffentlich nicht bekannt. (lmi)
Verwendete Quellen: apnews.com, CNA, thesun.co.uk
































