„Noch am Leben und schnarche“Hinrichtung geht schief! Christa Pike überlebt zwei Giftspritzen

Historische Hinrichtung wird zum Drama!
Es sollte die erste Hinrichtung einer Frau im US-Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren werden. Doch bei der Vollstreckung des Todesurteils gegen Christa Pike kommt es offenbar zu Komplikationen. Nach Angaben ihrer Anwälte lebt die 50-Jährige nach der Verabreichung der tödlichen Chemikalien noch. Schließlich wird sogar ihre Verlegung in ein Krankenhaus angeordnet.
Christa Pike lebt nach zwei Giftspritzen noch
Die Hinrichtung sollte am Mittwochabend (30. September) per Giftspritze vollstreckt werden. Doch dann läuft offenbar etwas schief. „Um 20:26 Uhr berichteten Zeugen der Hinrichtung, dass die Vollstrecker beide Spritzen mit den tödlichen Chemikalien injiziert hätten und Pike noch am Leben sei und schnarche“, heißt es laut dpa in einem Gerichtsdokument ihrer Verteidiger.
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Wenig später bestätigt Richter Kyle Hixson demnach, dass Pike nicht für tot erklärt worden sei. Die zuständige Justizvollzugsbehörde habe medizinische Notfallmaßnahmen sowie den Transport der 50-Jährigen in ein Krankenhaus angeordnet. Wie es Pike aktuell geht und warum die Hinrichtung offenbar nicht wie geplant verlief, ist zunächst unklar.
Oberster Gerichtshof macht Weg für Hinrichtung frei
Der Vollstreckung war ein juristisches Tauziehen vorausgegangen. Ein Berufungsgericht hatte die Hinrichtung zunächst aufgeschoben. Doch dann machte der Oberste Gerichtshof der USA schließlich den Weg für die Vollstreckung des Todesurteils frei. Pike sollte per Giftspritze sterben. Zuvor hatte sie darum gebeten, stattdessen durch Hängen hingerichtet zu werden.
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Die Hinrichtung wäre historisch gewesen: Pike war nach Angaben der Regierung von Tennessee die einzige Frau im Todestrakt des Bundesstaates. Laut dem Cornell Center on the Death Penalty Worldwide wäre sie die erste Frau seit 1819 gewesen, die in Tennessee hingerichtet wird.
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Christa Pike wurde mit 18 Jahren zur Mörderin
Pike wurde 1996 wegen des Mordes an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Zum Zeitpunkt der Tat im Jahr 1995 war Pike selbst erst 18 Jahre alt. Gemeinsam mit zwei weiteren Teenagern soll sie Slemmer in ein abgelegenes Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gelockt haben. Dort wurde die 19-Jährige gefoltert und getötet. Der Fall sorgte in den USA für großes Aufsehen. Auf der Brust des Opfers wurde ein Pentagramm gefunden.

Pikes Anwälte hatten sich bis zuletzt gegen ihre Hinrichtung eingesetzt. Sie verwiesen unter anderem auf ihr junges Alter zum Tatzeitpunkt sowie auf psychische Probleme und Missbrauchserfahrungen. Die Bemühungen blieben zunächst erfolglos. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 sind dort nur wenige Frauen hingerichtet worden. Pike sollte nun eine von ihnen werden – doch die Vollstreckung ihres Todesurteils verlief offenbar völlig anders als geplant. (lmi)
Verwendete Quellen: dpa, AFP






























