Fünf Tote in der SchweizLokalpolitiker steuerte den Todes-Bus – jetzt spricht seine Frau!

Er ist der Mann, der am Steuer des Unglücksbusses saß!
Nach dem schweren Busunfall in der Schweiz werden immer mehr Details über den Fahrer bekannt. Der Mann soll ein niederländischer Lokalpolitiker und erfahrener Buschauffeur sein – die Strecke kannte er demnach gut. Während er unter Schock steht, meldet sich seine Frau – und kann sich den Horror-Unfall nicht erklären.
Frau über den Busfahrer: „Er ist seelisch am Boden zerstört”
„Mein Mann fährt regelmäßig in dieser Gegend und kannte die Strecke sehr gut“, sagte die Ehefrau am Freitag am Unglücksort zur niederländischen Regionalzeitung De Gelderlander. „Er ist seelisch am Boden zerstört.”
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Der Mann hat die Katastrophe wohl ohne schwere Verletzungen überlebt. Er sei ansprechbar, das Geschehene habe ihn aber schwer mitgenommen. Das bestätigt seine Frau gegenüber 20 Minuten.
Besonders bemerkenswert: Der Fahrer war auf der Strecke offenbar kein Neuling. Seine Frau sagt, ihr Mann fahre regelmäßig ins Engadin-Tal und kenne die Route deshalb gut. Die niederländische Reisegruppe war von Österreich aus zu einem Tagesausflug in die Schweiz aufgebrochen.
Busfahrer soll Lokalpolitiker in den Niederlanden sein
Auch aus der Heimat des Mannes kommen neue Informationen. Nach Recherchen von De Gelderlander soll der Fahrer Lokalpolitiker in der Gemeinde Montferland sein und der lokalen Partei Helder angehören. Seinen Lebensunterhalt verdient er demnach als Buschauffeur und ist beruflich in ganz Europa unterwegs. Auch andere niederländische Medien greifen diese Angaben inzwischen auf.
De Gelderlander berichtet außerdem, dass der Mann nach dem Unfall von der Polizei befragt worden sein soll. Auch sein Handy sei demnach beschlagnahmt worden. Von den Schweizer Behörden wurden diese Details bislang nicht bestätigt. Die Kantonspolizei teilte lediglich mit, dass der Fahrer nicht zu den Todesopfern gehört.
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Busunfall in der Schweiz kostet fünf Menschen das Leben
Der Reisebus war am Donnerstagnachmittag gegen 16.45 Uhr zwischen Zernez und Susch unterwegs. Im Bereich einer Baustelle kollidierte er mit einer Leitplanke, stürzte über eine kleine Böschung und blieb auf der Seite liegen. Fünf Menschen starben, 40 weitere wurden verletzt. Drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen.
Warum der Bus von der Straße abkam, ist weiterhin offen. Die Staatsanwaltschaft Graubünden und die Kantonspolizei untersuchen den Unfall. Hinweise auf ein weiteres beteiligtes Fahrzeug gibt es nach bisherigem Stand nicht. Der Fahrer könnte einem Stein auf der Fahrbahn ausgewichen sein, das ist von der Polizei aber bislang ebenfalls nicht bestätigt worden.
Wie konnte es zu dem tödlichen Bus-Drama kommen?
Die Unglücksroute gehörte offenbar zu einem regelmäßig angebotenen Reiseweg. Laut Blick war die Gruppe bereits mehrere Tage unterwegs und in Österreich untergebracht. Für Donnerstag war ein Ausflug über die Schweiz geplant. Anschließend sollte der Bus durch das Engadin-Tal zurück nach Österreich fahren.
Gerade deshalb dürfte nun eine Frage im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen: Wie konnte ein erfahrener Fahrer, der nach Angaben seiner Frau regelmäßig in der Region unterwegs war, ausgerechnet auf dieser Strecke verunglücken? Die Ursache der Katastrophe bei Zernez ist weiterhin völlig offen.
Verwendete Quellen: De Gelderlander, 20 Minuten, Blick, DPA



