Rettung nähert sich entscheidendem MomentSIE betreut Timmy an Bord des Rettungsschiffs

Tierärztin Anne Herrschaft schätzt Timmys Zustand von Bord der Begleitbarge ein
Tierärztin Anne Herrschaft schätzt Timmys Zustand von Bord der Begleitbarge ein
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Timmys Entlassung in die Freiheit steht kurz bevor!
Die Rettung des Buckelwals nähert sich ihrem heikelsten Moment. Doch ausgerechnet Wind und Wellen verzögern die Operation jetzt. Während das Team auf das richtige Wetterfenster wartet, weicht Tierärztin Anne Herrschaft dem Tier keine Sekunde von der Seite.

Wind und Wellen behindern die Rettung – aber Timmy bleibt stabil!

Am Freitagmorgen ist die Spannung riesig. Eigentlich soll Buckelwal Timmy schon ganz nah vor der Freiheit stehen. Doch die Wetterlage funkt dazwischen. Der Schlepper „Fortuna B“ dreht auf dem Weg Richtung Nordsee zwischenzeitlich wieder ab und steuert zurück in ruhigere Ostsee-Gewässer. Im Übergang zum Skagerrak machen Windstärken bis 6 und Wellen von bis zu 1,5 Metern die Lage zu riskant. Besonders bitter: Der Transport hatte die Nordsee fast schon erreicht. Rund 20 Kilometer vor Dänemarks Nordspitze musste der Verband wieder umkehren.

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Trotz der Verzögerung gibt es an Bord ein wichtiges Signal. Timmy wirkt stabil. Und er sucht weiter den Kontakt zu den Menschen, die ihn seit Tagen versorgen. Tierärztin Anne Herrschaft schildert die besondere Nähe so: „Ich bin vorhin bei ihm am Kopf geblieben und habe ihm einfach gezeigt, dass wir da sind, dass wir weiter für ihn da sind, dass er nicht alleine ist.”

Im Video: Buckelwal Timmy singt – doch Wal-Expertin warnt

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Timmy hat mit der Tierärztin geschimpft

Wie eng diese Bindung inzwischen ist, zeigt sich offenbar immer wieder. Anne Herrschaft sagt auch: „Er hat dann kurz geschimpft, als wir wieder aus dem Wasser raus sind.” Für das Team ist das ein berührender Moment, gleichzeitig gilt an Bord weiter höchste Vorsicht.

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Seit Tagen bekommt der Wal Unterstützung im Wasser. Und die scheint er regelrecht einzufordern. „Ja, er bekommt seit Tagen regelmäßig Physiotherapie. Die holt er sich ja auch und die fordert er auch ein”, berichtet Anne Herrschaft. Besonders an den Flippern und Schultern hilft ihm der Kontakt offenbar dabei, beweglich zu bleiben. Für das Team ist das mehr als nur Pflege. Es ist ein Zeichen, dass Timmy mitmacht.

Parallel laufen die letzten Vorbereitungen für einen Tracker. Der Sender soll nach der Freilassung zeigen, wohin der Wal schwimmt und ob er den richtigen Weg findet.

So soll die Rettung für Buckelwal Timmy ablaufen

Für die Freilassung gibt es einen klaren Plan. Die Barge soll kontrolliert geflutet und schräg gestellt werden, damit Timmy vorsichtig nach hinten aus dem Transport gleiten kann. Tierärztin Anne Herrschaft erklärt, dass Wale nicht bewusst rückwärts schwimmen können, aber „wir versuchen ihn dahingehend zu unterstützen, so gut wir können.”

Ob dieser entscheidende Schritt klappt, hängt jetzt vor allem vom Wetter ab. Rund um Timmy hofft das Team deshalb vor allem auf eins: Ruhe. Denn nur wenn See und Umfeld mitspielen, kann der große Moment für den Buckelwal sicher beginnen. Klar ist aber auch: Sollte Timmy nach der Freilassung erneut stranden, würden dänische Behörden nach eigenen Angaben nicht eingreifen.

Verwendete Quellen: Nonstop News, dpa