Ein Dalmatiner auf vier HufenHype um ein Fohlen – für 75.000 Euro nach Dubai

Das Fohlen sorgt mit seinen Flecken für Aufsehen.
Das Fohlen sorgt mit seinen Flecken für Aufsehen.
jai, Sven Kaeuler/dpa, Sven Kaeuler

Selbst die anderen Pferde staunen über seine Punkte.
Ein bisschen Dalmatiner, ein bisschen Zebra und ganz viel Pferd! Das fünf Monate alte Hengstfohlen J-Nimon K aus Brandenburg begeistert mit seinem außergewöhnlichen Fell das Internet. Jetzt hat der kleine Hingucker bei einer Versteigerung in Wien stolze 75.000 Euro eingebracht. Sein neues Zuhause könnte schon bald in Dubai liegen.

Dieses Fohlen aus Brandenburg ist ein echter Internetstar

So ein Pferd sieht man wirklich nicht alle Tage! Mit seinem außergewöhnlich gescheckten Fell sorgt Hengstfohlen J-Nimon K aus Fehrbellin in Brandenburg für jede Menge Begeisterung. Videos des kleinen Tigerschecken verbreiten sich im Internet und bringen Pferdefreunde zum Staunen. Inzwischen hat das gerade einmal fünf Monate alte Tier sogar einen neuen Besitzer gefunden. Bei einer Versteigerung in Wien wechselte es für satte 75.000 Euro den Eigentümer.

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Sein Züchter Steffen Krehl kann den Wirbel gut verstehen. Schließlich hat auch er nicht schlecht gestaunt, als er das Fohlen zum ersten Mal sah. „Wo ich ihn das erste Mal im Gras habe liegen sehen, habe ich gedacht: Oh, ein kleiner Hund. So sah es aus“, erzählt er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Mal erinnere die Zeichnung an einen Dalmatiner, mal an ein Zebra oder sogar an eine Giraffe.

Nicht nur Menschen bleiben bei diesem Anblick offenbar die Münder offen. Selbst die anderen Pferde hätten zunächst ziemlich verdutzt geschaut, berichtet Krehl. Nach dem Motto „Oh, was ist denn das?“ Bei Besuchern erlebe er häufig eine ähnliche Reaktion. „Kinnlade auf den Boden“, beschreibt der Züchter das Staunen.

Seinen besonderen Look verdankt J-Nimon K seinem Vater

Hinter der außergewöhnlichen Fellzeichnung steckt neben gezielter Zucht auch eine ordentliche Portion Glück. Der Vater des Fohlens ist der niederländische Hengst Genius, der wegen seiner auffälligen Scheckung bei Züchtern besonders gefragt ist.

Als Krehl den Hengst damals in einem Katalog entdeckte, wollte er es einfach versuchen. „Dann nehmen wir jetzt mal den hier und versuchen mal was“, erinnert er sich. Doch dass der Nachwuchs tatsächlich so spektakulär aussehen würde, war keineswegs sicher.

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Denn die besondere Zeichnung wird nicht automatisch vererbt. Krehl kennt andere Züchter, die mit demselben Hengst gearbeitet haben und statt eines gepunkteten Fohlens einen Schimmel oder ein braunes Pferd bekamen. Bei J-Nimon K hat es dagegen geklappt – und wie!

Für das Wunderfohlen könnte es bald nach Dubai gehen

Noch genießt der kleine Pferdestar die Zeit bei seiner Mutter in Brandenburg. Einige Wochen darf er bei ihr bleiben, bevor die beiden getrennt werden. Danach könnte für J-Nimon K eine ziemlich große Reise beginnen. Sein Käufer kommt aus Dubai. Ob das Fohlen direkt dorthin gebracht wird oder zunächst in einem europäischen Gestüt seine Ausbildung beginnt, steht allerdings noch nicht fest.

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Züchter Krehl blickt dem Abschied zuversichtlich entgegen. Schließlich überzeugt sein Schützling nicht nur mit seinem auffälligen Äußeren, sondern auch mit seinem Charakter. „Der ist ja auch so charakterlich, der ist nicht so ein Schisser, der geht immer schön voran.“ Beste Voraussetzungen also für ein kleines Pferd, das schon jetzt ganz groß rauskommt.

Verwendete Quellen: dpa