Sein Bruder sitzt in U-HaftSie steckte noch im Kopf! Axt-Opfer von Hattingen in Spezialklinik gestorben

Schwerverletzter in Hattingen gefunden
Der 61-Jährige wurde schwer verletzt auf seinem Grundstück gefunden. (Archivbild)
rgr pil, Justin Brosch/dpa, Justin Brosch

Seine Verletzungen waren zu schwer!
Zweieinhalb Wochen kämpft ein 61-Jähriger nach dem brutalen Axt-Angriff in Hattingen (NRW) um sein Leben. Jetzt ist der Mann seinen schweren Verletzungen erlegen. Unter dringendem Tatverdacht steht ausgerechnet sein eigener Bruder. Hinter der Tragödie verbirgt sich wohl ein erbitterter Familienstreit.

Ärzte kämpfen in Spezialklinik vergeblich um das Opfer (61)

Was sich am 31. August im Hattinger Stadtteil Niederwenigern abgespielt hat, muss ein grausamer Anblick gewesen sein. Ein Passant entdeckt den 61-Jährigen schwer verletzt auf dem Grundstück seines Wohnhauses. Nach Informationen der Bild steckt zu diesem Zeitpunkt noch eine Axt im Kopf des Mannes. Ein Rettungshubschrauber bringt ihn in eine Spezialklinik. Dort kämpfen die Ärzte mehr als zwei Wochen um sein Leben.

ARCHIV - 31.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Hattingen: Rettungskräfte versorgen einen Schwerverletzten an einem Grundstück. Nach dem Fund eines Schwerverletzten in Hattingen ermittelt eine Mordkommission.
Rettungskräfte versorgten den Schwerverletzten, ihm steckte Berichten zufolge die Axt noch im Kopf.
Justin Brosch/dpa

Am Abend des 17. September stirbt der 61-Jährige schließlich an seinen schweren Verletzungen. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Axt-Angriff in Hattingen – unter Verdacht steht der eigene Bruder!

Der Tatverdächtige ist kein Unbekannter für das Opfer. Es handelt sich um seinen sieben Jahre jüngeren Bruder. Der 54-Jährige wohnte direkt nebenan. Noch am Tag der Tat führen die Ermittlungen die Mordkommission zu seinem Haus. Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Verdächtige bewaffnet ist, rücken Spezialkräfte an. Schließlich nehmen sie den Mann vor dem Gebäude widerstandslos fest.

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Am folgenden Tag erlässt ein Richter Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Die Ermittler bestätigen anschließend auch, dass bei der Tat nach ihren bisherigen Erkenntnissen eine Axt eingesetzt wurde. Nach dem Tod des 61-Jährigen sprechen Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen von einem Tötungsdelikt. Der 54-Jährige sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

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Gab es schon länger Streit zwischen den Brüdern?

Warum der Axt-Angriff in Hattingen geschah, beantworten die Ermittler bislang nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft machen weiterhin keine Angaben zu einem Motiv.

Medienberichte zeichnen allerdings das Bild eines schon länger schwelenden Familienkonflikts: SAT.1 berichtet unter Berufung auf einen langjährigen Bekannten der Familie, zwischen den Brüdern habe es seit Jahren Streit gegeben. Demnach soll es unter anderem um das Erbe und das gemeinsam bewohnte Grundstück gegangen sein. Der Konflikt habe sich nach dem Tod der Mutter verschärft. Auch Bild berichtet unter Berufung auf einen Nachbarn von jahrelangen Auseinandersetzungen rund um das Grundstück. Offiziell bestätigt sind diese Angaben bislang nicht.

Was genau am 31. August zwischen den Brüdern passiert ist, bleibt damit Gegenstand der Ermittlungen.

Verwendete Quellen: Polizei und Staatsanwaltschaft (Pressemitteilung), Bild, SAT.1, DPA