Ihr schlimmster Gedanke im WasserHai attackiert Leah am Coogee Beach: Sie denkt nur an ihre kleine Tochter

Leah Stewart vor dem Hai-Angriff mit ihrer kleinen Tochter.
Leah Stewart vor dem Hai-Angriff mit ihrer kleinen Tochter. (Archivbild)
GoFundMe/LeahStewart

„Sie wird ohne eine Mutter aufwachsen.“
Leah Stewart schwimmt Mitte Juni vor Sydney, als sie von einem Hai attackiert und lebensgefährlich verletzt wird. Inmitten des Überlebenskampfes sind ihre Gedanken bei Tochter August. Zwei Monate später spricht die 34-Jährige erstmals ausführlich über die dramatischen Momente im Wasser und ihre „zweite Chance“ im Leben.

Leah Stewart denkt beim Hai-Angriff sofort an ihre Tochter

Es ist der 13. Juni, als Leah Stewart vor dem Coogee Beach in Sydney von einem Hai attackiert und lebensgefährlich verletzt wird. RTL berichtet damals über die Schwimmerin, die nach dem Angriff um ihr Leben kämpft. Jetzt erzählt die 34-Jährige erstmals selbst ausführlich, was ihr während der Attacke durch den Kopf geht.

Es ist ihre kleine Tochter August, gerade einmal 18 Monate alt. „Ich hielt mein Bein fest und dachte nur an August“, erzählt Leah unter Tränen in einer Vorschau auf ein Interview mit der australischen Sendung „60 Minutes“. Dann folgt der Gedanke, der die Mutter in diesem Moment nicht mehr loslässt: „Sie wird keine Mutter haben. Sie wird ohne eine Mutter aufwachsen.“ Auch ihr Ehemann ist beim Interview dabei und tröstet Leah, während sie sich an den Angriff erinnert.

„Es war ein Monster“

Das Bild des Hais hat sich bei Leah eingebrannt. Bei dem Tier soll es sich um einen Weißen Hai gehandelt haben. Bestätigt ist die Haiart bislang nicht. „Sein Gesicht war schrecklich, ich werde sein Gesicht niemals vergessen. Es war ein Monster“, sagt sie über den Moment, in dem das Tier auf sie zukommt.

Die Attacke hinterlässt schwerste Verletzungen. Leah kämpft anschließend im Krankenhaus um ihr Leben. Einen Arm können die Ärzte nicht retten und müssen ihn amputieren. Doch die 34-Jährige überlebt. Inzwischen schafft sie es Stück für Stück zurück in ihren Alltag.

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Leah Stewart spricht von einer „zweiten Chance im Leben“

Auf ihrer GoFundMe-Seite meldet sich Leah nun auch persönlich zu Wort. Nach den „unglaublich schwierigen“ vergangenen Monaten versuche sie, wieder möglichst viel Normalität in ihr Leben zu bringen. „Ich bin so glücklich, dass ich inzwischen so weit gekommen bin, wieder etwas Selbstständigkeit aufzubauen, und endlich ein wenig Licht nach all dem sehen kann“, schreibt sie. Ihre Genesung bezeichnet Leah als „bemerkenswert“. Gleichzeitig weiß sie, dass noch viel vor ihr liegt.

Mehr als 558.000 australische Dollar (etwa 342.000 Euro) sind über die Spendenseite für Leah und ihre Familie zusammengekommen. Weitere Spenden möchte sie inzwischen nicht mehr annehmen. Stattdessen bedankt sie sich bei Familie, Freunden und völlig Fremden für die enorme Unterstützung.

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„Besser werden, nicht verbittert“

Leah ist überzeugt, dass all die Liebe, Gebete und aufmunternden Worte eine wichtige Rolle bei ihrer Genesung gespielt haben. Nun möchte sie aus dem, was ihr passiert ist, etwas machen. „Während es mir besser geht, weiß ich, dass ich etwas aus dieser zweiten Chance machen werde“, schreibt sie. Sie wolle künftig noch mehr Großzügigkeit, Fürsorge und Liebe zurückgeben.

Ihre Botschaft endet mit einem Satz, der zeigt, wie Leah nach der lebensgefährlichen Attacke nach vorne blickt: „Ihr habt mich dazu inspiriert, besser zu werden, nicht verbittert.“ Und zu Hause gibt es ohnehin einen ganz besonderen Grund weiterzukämpfen: Tochter August, an die Leah schon in den schlimmsten Sekunden im Wasser gedacht hat.

Verwendete Quellen: Nine.com, GoFundMe