Zeugen in Sydney hören plötzlich SchreieHai attackiert Schwimmerin – Frau (35) ringt um ihr Leben

Der Coogee Beach ist nach der Hai-Attacke gesperrt
Der Coogee Beach ist nach der Hai-Attacke gesperrt
Nadir Kinani/AAP/dpa

Ihre Schreie gingen anderen Badegästen durch Mark und Bein.
Ein entspannter Tag in Australien am Meer endet in einem Albtraum. Vor den Augen zahlreicher Badegäste wird eine 35-jährige Frau an Sydneys berühmtem Coogee Beach von einem Hai attackiert. Die Schwimmerin erleidet schwerste Verletzungen und schwebt in Lebensgefahr.

Dramatischer Rettungseinsatz in Sydney

Am Samstagvormittag (13. Juni, Ortszeit) wird eine 35-jährige Frau am Coogee Beach in Sydney von einem Hai angegriffen. Nach Angaben der Rettungskräfte schwamm sie rund 30 Meter vor der Küste, als das Tier zuschlug. Augenblicke später beginnt ein dramatischer Rettungseinsatz.

Als Sanitäter, Polizei und ein Rettungshubschrauber eintreffen, kämpfen Ersthelfer bereits um das Leben der Frau. Außer Dienst befindliche Ärzte und Rettungsschwimmer versorgen die Schwerverletzte am Strand und legen Abbinde-Systeme an, um die Blutungen zu stoppen.

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Ein Sprecher des Rettungsdienstes schilderte die Verletzungen als verheerend. Die Frau habe „sehr schwere Wunden am linken Unterschenkel und an den Armen“. Noch vor Ort erhielt sie Blutkonserven. Anschließend brachten Rettungskräfte sie in kritischem Zustand ins St. Vincent’s Hospital. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte wird sie zahlreiche Operationen benötigen.

Augenzeugen hören plötzlich einen Schrei

Der Journalist Patrick Stack von ABC News befand sich mit seinem Kind selbst im Wasser, als sich die Szenen abspielten. „Viele Menschen waren im Meer, als wir einen wirklich erschreckenden Schrei über den gesamten Strandabschnitt hören konnten“, berichtete er. Zunächst habe er geglaubt, Kinder würden herumalbern. Doch kurz darauf ertönte der Hai-Alarm. „Da wurde klar, dass etwas viel Ernsteres und Bedrohlicheres passiert war.“

Laut Stack herrschte unter den Badegästen danach regelrechte Schockstarre. Einige Schwimmer hätten geschildert, dass kurz zuvor ein Hai direkt unter ihnen hindurchgeschwommen sei. Die Stimmung beschreibt er als gespenstisch. Viele Menschen seien zutiefst erschüttert gewesen.

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Auch Anwohner Shawn Buttling eilte nach dem Vorfall zum Strand, nachdem mehrere Polizeiwagen und Rettungsfahrzeuge mit Sirenen an seinem Haus vorbeigerast waren. Vor Ort hätten ihm Zeugen von einer enormen Menge Blut berichtet. „Meine erste Reaktion war schlicht Unglauben“, erzählt er bei ABC News.

Strände für 48 Stunden gesperrt

Nach dem Angriff suchten Einsatzkräfte mit Jetskis das Meer vor der Küste ab. Sie versuchten, den Hai zu finden und die Gefahr für weitere Badegäste einzuschätzen. Die Behörden reagierten umgehend und sperrten den Coogee Beach sowie weitere Strände im Bezirk Randwick für mindestens 48 Stunden. Rettungsschwimmer patrouillieren weiterhin auf dem Wasser.

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Bürgermeister Dylan Parker dankte allen Helfern, die bei der Rettung der Frau eingegriffen hatten. „Ein riesiges und herzliches Dankeschön an alle, die geholfen haben, auch an die Menschen aus der Gemeinschaft.“ Gleichzeitig hoffe man, dass die schwer verletzte Frau den Angriff überlebt. „Unsere Gedanken sind bei ihr.“ (ajo)

Verwendete Quellen: ABC News