Behörden schlagen Alarm13-Jähriger stirbt nach Stich von Würfelqualle

Die Würfelqualle, auch Seewespe genannt, zählt zu den giftigsten Meerestieren der Welt. Ihr Stich kann innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich werden.
Die Würfelqualle, auch Seewespe genannt, zählt zu den giftigsten Meerestieren der Welt. Ihr Stich kann innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich werden.
Nic Bothma/epa/dpa

Ein Badeausflug endet tödlich.
Ein 13-jähriger Junge stirbt in Thailand, nachdem ihn eine hochgiftige Würfelqualle gestochen hat. Die Behörden verschärfen nach dem tragischen Vorfall ihre Warnungen und rufen Urlauber zu äußerster Vorsicht auf.

Gift wirkt in wenigen Minuten

Der 13-Jährige wird nach Angaben des Senders Thai PBS unter Berufung auf die Behörde für Meeres- und Küstenschutz (DMCR) am Samstag (1. August) beim Schwimmen am Ban Fai Tha Beach in der Provinz Nakhon Si Thammarat von einer Würfelqualle gestochen. Wenig später stirbt der Jugendliche.

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Die als Seewespe bekannte Würfelqualle zählt zu den giftigsten Meerestieren der Welt. Sie lebt vor allem an der Nord- und Ostküste Australiens in flachen Gewässern, kommt aber im gesamten Indopazifik vor, auch in Thailand. Das Toxin verursacht meist sofort starke Schmerzen und kann innerhalb weniger Minuten Herz und Nervensystem so schwer schädigen, dass es zu Atem- oder Herzstillstand kommt.

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Behörden verschärfen Warnungen

In Thailand kommt es in den vergangenen Jahren immer wieder zu tödlichen Begegnungen mit den gefährlichen Quallen, unter anderem vor den beliebten Ferieninseln Koh Samui und Koh Phangan. 2015 stirbt dort auch eine junge Deutsche nach einem Stich einer Seewespe. Bereits 2014 kommt ein französischer Junge ums Leben, 2021 ein israelisches Kind.

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Der nun betroffene Strand liegt rund 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok am Golf von Thailand. Um Badegäste besser zu schützen, verschärfen die Behörden ihre Warnungen und ordnen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an. DMCR-Chef Pinsak Suraswadi erklärt, die Regionalbüros seien angewiesen worden, gemeinsam mit Provinzverwaltungen, Gesundheitsbehörden und Strandbetreibern gefährdete Küstenabschnitte kontinuierlich zu überwachen und die Öffentlichkeit zu warnen.

Nach einem Stich zählt jede Sekunde

Die Behörden rufen Badegäste dazu auf, nicht ins Wasser zu gehen, wenn giftige Quallen gesichtet werden, den Anweisungen der Rettungsschwimmer unbedingt zu folgen und Quallen niemals mit bloßen Händen zu berühren.

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Nach einem Stich sollen Betroffene sofort aus dem Wasser gebracht und die Wunde mindestens 30 Sekunden lang mit Haushaltsessig gespült werden. Ausdrücklich warnen die Behörden davor, Süßwasser oder Alkohol auf die Verletzung zu gießen oder die Haut zu reiben, da dadurch zusätzliches Gift freigesetzt werden könne. Entlang gefährdeter Strände in Thailand wurden deshalb Essig-Notfallstationen eingerichtet. In Australien schützen während der Quallensaison vielerorts Netze die Badestrände, außerdem gehört Essig dort bereits zur Standardausrüstung der Rettungsschwimmer. (nha)

Verwendete Quellen: dpa