Gefährliche Meerestiere treiben an die KüsteGifttier-Alarm! Frankreich sperrt Strände

Hochgiftige Portugiesische Galeeren sorgen an Frankreichs Atlantikküste für Strand-Sperrungen. (Archivbild)
Hochgiftige Portugiesische Galeeren sorgen an Frankreichs Atlantikküste für Strand-Sperrungen. (Archivbild)
picture alliance / blickwinkel/M. Woike | M. Woike

Urlauber aufgepasst!
An mehreren Stränden der französischen Atlantikküste dürfen Urlauber derzeit nicht mehr ins Wasser. Der Grund: Hochgiftige Portugiesische Galeeren treiben an die Küste. Ihre Tentakel können selbst dann noch gefährlich sein, wenn die Tiere längst tot am Strand liegen.

Behörden ziehen die Reißleine

An der französischen Atlantikküste schlagen die Behörden Alarm. Nach Sichtungen zahlreicher Portugiesischer Galeeren werden mehrere Strände vorsorglich gesperrt. Betroffen sind unter anderem Badeorte im Baskenland zwischen Bidart und Anglet, außerdem Küstenabschnitte in der Bretagne sowie im Département Landes. Dort wird zeitweise sogar die rote Warnflagge gehisst.

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Die Portugiesische Galeere wird häufig mit einer Qualle verwechselt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine sogenannte Staatsqualle – einen Verbund aus spezialisierten Polypen. Ihre Fangarme können bis zu 50 Meter lang werden und treiben oft unsichtbar unter der Wasseroberfläche.

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Selbst tote Tiere können noch stechen

Besonders tückisch: Nicht nur lebende Portugiesische Galeeren sind gefährlich. Auch angespülte oder bereits tote Tiere dürfen auf keinen Fall angefasst werden. Die französischen Behörden warnen ausdrücklich davor, weil selbst abgerissene Tentakel noch mehrere Tage hochgiftig bleiben.

Ein Kontakt kann starke, brennende Schmerzen, Quaddeln und Hautverletzungen verursachen. In seltenen Fällen drohen schwere allergische Reaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock. Todesfälle gelten zwar als äußerst selten, ausgeschlossen sind lebensbedrohliche Verläufe aber nicht. Kommt es dennoch zu einer Berührung, sollte die betroffene Stelle ausschließlich mit Meerwasser abgespült werden. Süßwasser oder Alkohol können verbliebene Nesselzellen zusätzlich aktivieren. Bei starken Beschwerden oder Atemproblemen muss umgehend der Rettungsdienst verständigt werden.

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Auch Portugal ist betroffen

Die Gefahr beschränkt sich inzwischen nicht mehr nur auf Frankreich. Auch an der portugiesischen Atlantikküste werden Portugiesische Galeeren gesichtet. Dort mussten ebenfalls einzelne Strände vorsorglich geschlossen werden. Für Urlauber gilt deshalb: Warnhinweise und Flaggen an den Stränden unbedingt beachten und verdächtige blau-violette Tiere oder Tentakel niemals berühren – selbst wenn sie regungslos im Sand liegen. (nha)

Verwendete Quellen: Kronen Zeitung