Unten knusprig, oben saftig Pizzaöfen im Test – welcher holt uns Bella Italia nach Hause?
Pizza so lecker wie in Bella Italia!
Mit diesem Versprechen werben viele Hersteller für ihre elektrischen Pizzaöfen. Der italienische Klassiker, ganz einfach selbst zu Hause zubereitet. Aber geht dieser Plan auch auf? Drei beliebte Modelle müssen im RTL-Test zeigen, wie gut sie einheizen.
Pizzabäcker verrät Teig-Geheimnis
Zu Hause eine rundum perfekte Pizza hinzubekommen, ist gar nicht so einfach, in herkömmlichen Backöfen wird die Hitze in der Regel nicht optimal verteilt. Elektrische Pizzaautomaten versprechen Trattoria-Qualität – der Teig fluffig, der Belag saftig. Wir gucken uns drei Öfen verschiedener Preisklassen genauer an und machen den Check. Darüber hinaus verrät Pizzabäcker Daniel Wollbrecht, was es beim Backen zu beachten gilt und wie der perfekte Pizzateig gelingt.
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So testen wir die Pizzaöfen
In unserem Test treten drei Geräte gegeneinander an: ein günstiger Pizzaautomat für 65 Euro, ein mittelpreisiger Ofen für 200 Euro und ein teureres Modell, das preislich bei etwa 250 Euro liegt. Alle backen mit einem Pizzastein, der von Heizelementen erhitzt wird. Die Erwartungen an die Geräte: ein gutes und gleichmäßiges Backverhalten und dass sie von außen nicht zu heiß werden. Und: Das Endergebnis soll schön knusprig sein. Für den RTL-Test bereiten wir in allen Geräten Salamipizza bei einer Temperatur von 325 Grad zu.
Die Pizzaöfen im Test
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Kesser Pizzaofen, circa 65 Euro
Der günstige Pizzaofen von Kesser* ist simpel gehalten: Es gibt fünf Heizstufen, der Timer kann auf bis zu 15 Minuten eingestellt werden. Was auffällt: Das Stromkabel ist sehr kurz und das Gehäuse wird extrem heiß, wenn der Ofen in Betrieb ist. Ein weiteres Problem wird beim Backen deutlich: Die Salamiränder wölben sich in Richtung Heizelement und sind damit der Hitze direkt ausgesetzt. In der Folge schmeckt der Belag trocken und ist leicht angebrannt. Nette Extras: Ein Pizzaschneider und ein Rezeptbuch sind im Lieferumgang enthalten.
Chefman Pizzaofen für den Innenbereich
Der Chefman Pizzaofen* kommt mit sechs voreingestellten Programmen, darunter neapolitanisch, dünne Kruste oder TK-Pizza. Anders als beim günstigen Ofen von Kesser können Ober- und Unterhitze hier separat eingestellt werden. Das Sichtfenster ist doppelt verglast, die hohe Hitze bleibt im Innenraum eingeschlossen. Ein Pizzaschieber und der Zugang zu einem digitalen Kochbuch sind im Lieferumfang enthalten. Im Test gelingt mit dem mittelpreisigen Chefman-Pizzaofen eine leckere Pizza mit kross-fluffigem Teig und lecker-cremigem Belag.
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Pizza de Luxe – der Unold Pizzaofen Enzo
Wie beim Chefman-Pizzaofen lassen sich auch beim teureren Unold Pizzaofen Enzo* Ober- und Unterhitze separat regulieren, was Teig und Belag im Test perfekt gelingen lässt, ohne dass etwas verbrennt, wobei sich der integrierte Timer zwischen einer und 60 Minuten einstellen lässt. Nutzer können aus voreingestellten Programmen wie Napoli, Dünn & Knusprig, New York-Style, Pfannenpizza oder Tiefkühlpizza wählen oder das Gerät manuell bedienen. Der Enzo-Pizzaofen heizt auf bis zu 500 Grad hoch. Anders als bei den anderen beiden Modellen dreht sich hier der Pizzastein für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung. Für eine sichere Handhabung sollen während des Backens der Cool-Touch-Griff und eine dreifach verglaste Tür sorgen.
So gelingt die perfekte Pizza zu Hause
Laut Experte Daniel Wollbrecht ist eine hohe Unterhitze wichtig, damit der Boden von unten knusprig wird und der Belag gleichzeitig bei geringerer Temperatur oben saftig bleibt. Für den Teig gilt: nur wenig Hefe verwenden und lange im Kühlschrank ruhen lassen, am besten 24 Stunden. Daneben sollte immer ohne Nudelholz geknetet werden – einfach den Teig auseinanderziehen und die Luft von der Mitte in den Rand drücken, so Wollbrecht. Ein weiterer Tipp: Für ein leckeres Ergebnis sollte die Pizza eher dünn belegt werden.
Fazit zum Pizzaofen-Test
Die Pizza aus dem günstigen Kesser-Ofen* schmeckt trocken. Saftiger Belag? Fehlanzeige, außerdem wird das Gehäuse sehr heiß. Die beiden teureren Geräte können vor allem dank der separat einstellbaren Ober- und Unterhitze im Test überzeugen, die Pizzen sind hier jeweils rundum lecker und gut gebacken.
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