Auf der Suche nach dem „Knoblauch des Waldes“Richtig Bärlauch pflücken – Kräuter-Frau klärt auf!

von Julian Schlauch

Viele kennen Bärlauch nur aus fertigen Dips im Supermarkt. Dabei kann man das würzig-aromatische Kraut im Wald mit etwas Glück und Know-How selbst ernten. Ulrike Sprick, die selbsternannte Kräuter-Frau aus dem Teutoburger Wald, hat uns mit auf die Suche genommen.

Der Geruch verrät ihn

Bärlauch kann man am knoblauch-ähnlichen Geruch erkennen, verrät Ulrike. Ist der Bärlauch identifiziert, kann er gepflückt werden. Aber jeder nur ein eine Handvoll - mehr ist laut Bundesnaturschutzgesetz verboten – und bitte nur zwei Blätter je Pflanze, denn mehr verkraften sie nicht. Gepflückt wird am besten mit dem Daumennagel. Daher kommt übrigens auch die Redewendung „einen grünen Daumen haben“.

Vorsicht ist geboten

Damit der grüne Daumen auch wirklich nur den Bärlauch abknipst, muss das geschulte Auge genau hinsehen. Das Kraut hat einige Doppelgänger, die ihm zum Verwechseln ähnlich sehen. Von denen man aber lieber die Finger lassen sollte. Kräuter-Frau Ulrike erklärt: Dazu gehören Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlos. Sie wachsen aber üblicherweise zu anderen Jahreszeiten, deshalb kommt man sich da eigentlich nicht in die Quere. Im Zweifel aber immer nur pflücken, wenn ihr euch sicher seid!

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Echter Allrounder

Bärlauch wird eine heilende Wirkung zugeschrieben. Er soll bei Verdauungsbeschwerden helfen und Herzproblemen vorbeugen. Am besten entfaltet sich die Wirkung laut Ulrike Sprick, wenn die Pflanze roh gegessen wird. Bärlauch schmeckt würzig und leicht scharf, ähnlich wie Knoblauch. Aber er hinterlässt keinen Mundgeruch. Deshalb wird er auch „Knoblauch des Waldes“ genannt. Auch Pesto, Kräuterbutter oder Dips lassen sich draus machen. Aber Ulrike schwört auf die rohe Pflanze. Wer es noch pflücken will, muss sich aber beeilen. Sobald Bärlauch blüht, geht die Saison zu Ende. Je nach Wetter meist im Mai, dann wird es dem Kraut zu warm.