Brustkrebs entdecktKumpel kneift Robert in die Brust – der Scherz rettet ihm sein Leben

Robert Pfleghardt
Robert Pfleghardt nach der Operation
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von Philipp Petersdorff

Eigentlich albern Robert Pfleghardt und seine Freunde bei einem Männertrip nur herum.
Doch als ein Kumpel ihm schmerzhaft in die Brustwarze kneift, beginnt eine Kette von Ereignissen, die sein Leben verändert. Wenig später steht fest: Der damals 57-Jährige hat Brustkrebs.

Ein schmerzhafter Scherz führt zum entscheidenden Fund

Es begann 2021 bei einem Männertrip nach Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada). Robert Pfleghardt und seine Freunde tranken zusammen und alberten herum. Dabei griff ihm einer seiner Kumpel an die Brustwarze und kniff kräftig zu. „Es tat wirklich weh“, erinnerte sich der heute 62-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SWNS.

Zurück zu Hause in Virginia verschwand der Schmerz immer noch nicht. Etwa eine Woche später rieb Pfleghardt deshalb über die empfindliche Stelle und ertastete direkt neben seiner Brustwarze einen kleinen Knoten. Er sei ungefähr so groß wie ein Radiergummi gewesen. Große Sorgen machte sich der damalige Buchhalter zunächst trotzdem nicht. „Ich dachte, Männer bekommen keinen Brustkrebs, also habe ich mir nichts dabei gedacht“, sagte er.

Robert Pfleghardt
Glück gehabt! Sein Kumpel hat ihm wohl das Leben gerettet
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Der Gedanke an den Knoten ließ Robert Pfleghardt jedoch nicht los. Schließlich ließ er ihn untersuchen. Eine medizinische Fachkraft riet ihm nach dem ersten Check dringend zu weiteren Tests, anschließend folgte eine Mammografie. Für Pfleghardt war schon das eine ungewohnte Situation. Als das Personal versehentlich nach „Mrs. Pfleghardt“ statt nach ihm rief, konnte er noch darüber lachen. Kurz danach verging ihm das Lachen.

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Der Brustkrebs hatte schon gestreut

Nach der Untersuchung teilte man Pfleghardt mit, dass es sich offenbar um Brustkrebs handelte. Zudem bestand der Verdacht, dass sich die Erkrankung bereits auf seine Lymphknoten ausgebreitet hatte. Weitere Untersuchungen bestätigten später Krebszellen in einem Lymphknoten. „Ich war wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Ich bin einfach in einen Zombie-Modus verfallen“, erinnerte er sich an den Moment der Diagnose.

Am 21. Januar 2022 wurde Pfleghardt operiert. Nach eigenen Angaben zeigten sich dabei klare Ränder um das entfernte Tumorgewebe, was seine Ärzte positiv bewerteten. Anschließend absolvierte er 29 Bestrahlungen.

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„Mein Freund hat mir das Leben gerettet“

Jetzt macht Pfleghardt seine ungewöhnliche Geschichte öffentlich, um andere Männer für Brustkrebs zu sensibilisieren. Denn genau wie er selbst vor seiner Diagnose wissen viele offenbar nicht, dass auch Männer daran erkranken können. „Ich möchte, dass die Menschen sich dessen bewusst sind“, sagte er.

Seinem Freund hält er den schmerzhaften Scherz längst nicht mehr vor. Im Gegenteil. Rückblickend ist Pfleghardt überzeugt, dass er den kleinen Knoten ohne diesen Zufall nicht so früh bemerkt hätte. „Mein Freund, der mich gekniffen hat, hat mir das Leben gerettet. Sonst hätte ich den Knoten nicht gefunden und der Krebs hätte sich weiter ausgebreitet“, sagte er. Mit seinen Freunden könne er inzwischen sogar darüber lachen.

Verwendete Quellen: Medical Daily, People