Durchbruch in Sicht75 Prozent weniger Fälle? Neue Borreliose-Impfung macht Hoffnung
Die Infektion könnte komplett verhindert werden!
Ein Zeckenbiss veränderte das Leben von RTL-Zuschauerin Birgit Cordes dramatisch. Die Infektion führte bei ihr sogar zu einer Hirnhautentzündung. Jetzt könnte ein neuer Impfstoff dafür sorgen, dass Borreliose künftig deutlich seltener wird.
Betroffene Birgit Cordes fühlt sich oft „wie erschlagen”
28.000 bis weit über 100.000 Borreliose-Fälle pro Jahr werden in Deutschland geschätzt. Für viele Betroffene bleibt die Krankheit folgenlos. Doch bei manchen nimmt sie einen schweren Verlauf. So wie bei Birgit Cordes.
Vor drei Jahren beginnt für sie eine belastende Zeit. Nach einem Zeckenbiss leidet sie unter Schwindel und dauerhaften Kopfschmerzen. Schließlich stellen Ärzte die Diagnose: Borreliose. Die Erkrankung entwickelt sich bei ihr sogar zu einer Neuroborreliose mit Hirnhautentzündung.
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„An schlechten Tagen bin ich sehr antriebslos. Da fühle ich mich wie erschlagen. Schlaf dann auch viel”, erzählt Birgit Cordes.
Wenn Borreliose Herz und Gehirn angreift
Ausgelöst wird Borreliose durch sogenannte Borrelien. Das sind Bakterien, die im Darm von Zecken leben und beim Stich übertragen werden können. Ein erstes Warnsignal kann eine ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle sein. Dazu kommen häufig grippeähnliche Beschwerden. Bei einem Teil der Betroffenen wird die Krankheit jedoch deutlich gefährlicher.
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Etwa zehn Prozent entwickeln eine Entzündung des Herzmuskels. In seltenen Fällen greifen die Bakterien das Nervensystem oder das Gehirn an. Ärzte sprechen dann von einer Neuroborreliose.
75 Prozent weniger Erkrankungen bei Geimpften
Genau hier setzen Forscher große Hoffnungen in einen neuen Impfstoff. Der Pharmakonzern Pfizer arbeitet derzeit an einer Impfung gegen Borreliose. Dr. Christoph Specht ist Arzt und Medizin-Journalist und erklärt das Ziel des Vakzins so: „Die Impfung soll tatsächlich gegen die Infektion mit Borrelien schützen.”
Die bisherigen Studiendaten sorgen bei Experten für Optimismus. Laut Dr. Specht sind die Ergebnisse bemerkenswert: „Danach ist das Auftreten einer Borreliose in der Gruppe der Geimpften 75 Prozent weniger als bei denen, die nicht geimpft waren.”
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Das sei natürlich ein hervorragendes Ergebnis. Auch das Nebenwirkungsprofil sei gut. Schwerwiegende Nebenwirkungen habe es in der Testphase bislang nicht gegeben. Für viele Menschen wäre eine Impfung ein wichtiger Schritt. Denn die Erkrankung von Birgit Cordes zeigt, wie schwer die Folgen eines einzigen Zeckenbisses sein können.
Derzeit ist die Impfung leider noch nicht verfügbar. Für wann Dr. Christoph Specht mit der Beantragung einer Zulassung rechnet und wann sie schließlich flächendeckend in Deutschland angeboten werden kann – all das erfahrt ihr oben im Video!
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


