Neue Studie offenbart ZusammenhangZu dieser Uhrzeit sind wir am erfolgreichsten

Der frühe Vogel mag den Wurm fangen – aber wie sieht’s in unserem wahren Leben aus?
Eine Studie aus Italien zeigt: Erfolg ist sehr deutlich vom Zeitpunkt abhängig. Neben Uni-Prüfungen könnten auch Jobinterviews davon betroffen sein.
Zur Mittagszeit ist die Chance auf Erfolg am größten
In Kürze: Der Zeitpunkt kann entscheidend für Erfolg sein. Dafür werteten Forschende über 100.000 mündliche Prüfungen aus. Das Ergebnis: Zwischen 11 und 13 Uhr sind die Chancen zu bestehen am höchsten. Früh morgens um 8 Uhr oder spät nachmittags gegen 16 Uhr sinkt die Erfolgsquote deutlich.
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„Wir glauben, dass sich dieses Muster auch auf Vorstellungsgespräche oder andere Bewertungsprozesse ausweiten könnte”, sagt Studienleiter Carmelo Mario Vicario von der Universität Messina.
Müdigkeit und die innere Uhr sind ausschlaggebend für Erfolg
Nach Meinung des Teams dürfte die innere Uhr eine Rolle bei der Leistung spielen. Viele Studierende gehören zum Chronotyp „Nachteule” und erreichen ihre geistige Hochleistung erst später am Vormittag. Prüfer hingegen seien häufiger Frühaufsteher, die morgens besonders leistungsfähig sind. Weitere Untersuchungen, die Faktoren wie Schlaf, Stress, Ernährung oder Tagesform berücksichtigen, seien weiterhin notwendig.
So empfehlen die Forschenden, Prüfungen oder Auswahlgespräche möglichst auf den späten Vormittag zu legen – dann überschneiden sich die Leistungshochs am ehesten. „Unsere Ergebnisse zeigen, wie stark biologische Faktoren, die im Alltag oft übersehen werden, die Bewertung in entscheidenden Momenten beeinflussen können”, sagt Co-Autor Alessio Avenanti von der Universität Bologna.
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Leistungen von über 19.000 Studierenden analysiert
Das Team analysierte die Leistungen von über 19.000 Studierenden bei 680 Prüfern an der Universität Messina. Berücksichtigt wurden mehr als 1.200 Kurse aller Abschlussstufen von Oktober 2018 bis Februar 2020. Die Zeit der Corona-Pandemie, als viele Leistungen online stattfanden, wurde bewusst ausgeschlossen, um Präsenzprüfungen zu analysieren, heißt es in der Studie, die im Journal „Frontiers in Psychology” veröffentlicht ist.
Auch der Schwierigkeitsgrad floss in die Analyse ein. In Italien sind mündliche Prüfungen oft nicht standardisiert, haben aber großen Einfluss auf den Studienverlauf. Im Schnitt wurden 57 Prozent der Prüfungen bestanden. (nlu/dpa)
































