Für immer verbannt!Diese Produkte nimmt Aldi Süd ab sofort aus dem Sortiment

Aldi Süd möchte verstärkt auf das Tierwohl achten!
Daher nimmt der Discounter Wurstprodukte in der untersten Haltungsform aus dem Sortiment. In der betroffenen Stufe 1 werden nur gesetzliche Mindestanforderungen eingehalten. Welche Produkte künftig außerdem nicht mehr zu finden sind, und welche Discounter und Supermärkte ebenfalls mitziehen, erklären wir euch hier.
Umstellung auf höhere Haltungsformen
Eine positive Veränderung für das Tierwohl ist bei Aldi Süd zu beobachten: Kunden können ab sofort keine Wurstprodukte mehr kaufen, die aus der untersten Haltungsform stammen. Dieser Schritt ist Teil einer größeren Umstellung des Sortiments auf höhere Haltungsformen (Stufen 3 und höher), wie der Discounter bekannt gab.

Mit diesem Schritt folgt Aldi Süd einer Entwicklung, die auch andere Discounter und Supermärkte anstreben. Hier ein Überblick:
Aldi Nord plant ebenfalls, ab Ende 2025 keine entsprechenden Produkte mehr aus dieser Haltungsform zu verkaufen.
Rewe und Penny beabsichtigen bis zum Jahresende zumindest bei Schweine- und Geflügelfleisch diesem Beispiel zu folgen.
Lidl hat bereits fast den kompletten Wechsel zu höheren Haltungsformen bei Wurstwaren abgeschlossen.
Edeka, Kaufland und Netto möchten ebenfalls den Anteil an Fleisch aus der niedrigsten Haltungsform reduzieren, haben jedoch keinen genauen Zeitrahmen angegeben.
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Das steckt hinter der Kennzeichnung
Die Haltungsform ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem für Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte von Schweinen, Rindern und Geflügel. Es gibt insgesamt vier Stufen, die steigende Anforderungen an die Tierhaltung stellen und auf die Verpackung gedruckt werden:
Stallhaltung (Stufe 1: rot): Zugang zu Frischluft ist nicht vorgesehen und entsprechend gering sind auch die Mindestvorgaben an Platz pro Tier. Für Schweine beispielsweise nur 0,75 Quadratmeter pro Tier.
Stallhaltung Plus (Stufe 2: blau): Die Tiere haben etwas mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben. Rinder können sich zudem mehr bewegen, Schweine und Hühner erhalten mehr Material, mit dem sie sich beschäftigen können.
Außenklima (Stufe 3: orange): Die Tiere haben Zugang zu frischer Luft, erhalten mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben und größtenteils gentechnikfreie Futtermittel.
Premium (Stufe 4: grün): Die Tiere haben tatsächlich Auslauf im Freien und am meisten Platz im Stall. Das Futter ist auch hier ohne Gentechnik und zudem regional. Biofleisch ist in dieser Stufe einzuordnen – aber auch konventionell erzeugtes Fleisch, wenn es die Kriterien erfüllt.
Die Stufe 1 erfüllt demnach lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen. Durch die Anhebung der Mindeststandards sollen Bauern und Landwirte dazu gedrängt werden, ihren Tieren mehr Platz einzuräumen oder sie sogar auf die Weide zu lassen. Aldi Süd erhofft sich dadurch, ein besseres Tierwohl gewährleisten zu können.
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Obwohl Rindfleisch aus der niedrigsten Haltungsform in Supermärkten immer noch weitverbreitet ist, haben die großen Handelsketten das Ziel, bis 2030 das gesamte Eigenmarken-Frischfleischangebot in Deutschland bei Rindern, Schweinen und Geflügel vollständig auf die höheren Haltungsformen der Stufen 3 und 4 umzustellen. Die Umsetzung hängt jedoch von der ausreichenden Verfügbarkeit der Ware ab.
Branchenangaben zufolge gibt es im Supermarkt eine steigende Nachfrage nach Produkten mit besserer Tierhaltung. Im Jahr 2023 stammten beispielsweise nur noch 1,5 Prozent des Schweinefleischs aus der niedrigsten Haltungsform, wie auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin bekannt gegeben wurde. Bei Pute und Hähnchen wurde zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Fleisch aus der untersten Haltungsform angeboten. (ude, dpa)
































