Während weißes Fett vor allem als Energiespeicher dient und sich auf Bauch, Hüften und Oberschenkeln ablagert, ist braunes Fett so etwas wie ein Kalorienfresser. Es verbraucht Energie, statt sie zu bunkern. Manche Experten sprechen deshalb sogar von einem Stoffwechsel-Schatz. Wer mehr davon hat, verbrennt im Alltag automatisch mehr Kalorien – und das ganz ohne Sport. Genau das könnte erklären, warum einige Menschen scheinbar alles essen können, ohne zuzunehmen. Die gute Nachricht ist: Jeder hat dieses braune Fett bereits in euch. Denn jeder Mensch kommt damit zur Welt.
Es sitzt vor allem im Nacken und entlang der Wirbelsäule und ist besonders bei Babys überlebenswichtig, weil es vor dem Auskühlen schützt. Das Geheimnis liegt in den sogenannten Mitochondrien – das sind kleine Zellkraftwerke, die in braunem Fett besonders zahlreich vorhanden sind und Nährstoffe direkt in Wärme verwandelt. Das bedeutet, dass Energie verbrannt wird, nicht gespeichert. Sprich: Der Körper produziert Wärme und verbraucht dabei Kalorien.
Im Alter dann die Wende: In unserer modernen Welt mit beheizten Wohnungen, wenig Kältereizen und oft sitzendem Alltag reduziert sich das braune Fett immer mehr, denn der Körper bekommt signalisiert, dass er es nicht mehr so dringend benötigt. Das Blöde: Zurück bleibt das weiße Fett. Und das ist alles andere als hilfreich. Denn es speichert überschüssige Energie du vermehrt sich, wenn es mal wieder ein Nachschlag zu viel war und setzt sich gerne an unseren Problemzonen fest.
Forscher haben aber herausgefunden, dass wir Einfluss darauf nehmen können, ob wir weißes oder braunes beziehungsweise beiges Fett haben. Letzteres kann lernen, sich wie braunes Fett zu verhalten und Energie zu verbrennen. Deshalb kann man seinen Körper tatsächlich umprogrammieren. Wie das geht, das verrät der Ernährungsmediziner Dr. Tim Hollstein im Video.