Prozess im Mordfall Fabian (†8)Empörung im Gerichtssaal – als dieser Satz von Gina H. fällt!

28.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Die Angeklagte wartet im Saal des Landgerichts auf den Beginn des Mordprozesses im Fall Fabian. Der Angeklagten wird vorgeworfen am 10.10.2025 heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben. Foto: Bernd Wüstneck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Gina H. ist nach dem Mord an Fabian dringend tatverdächtig (Archivbild).
dpa

Zeigt sich in diesem Zitat Gina H.s wahres Gesicht?
Am Donnerstag (5. Mai) geht der Prozess im Mordfall Fabian aus Güstrow am Landgericht Rostock weiter. Und plötzlich herrscht Unruhe im Gerichtssaal, die Besucher sind empört, rufen durcheinander. Der Grund: Eine Aussage der dringend Tatverdächtigen kurz vor ihrer Festnahme.

Seltsamer Satz an Jugendamt-Mitarbeiterinnen

Gina H. muss an diesem Tag selbst nicht aussagen. Doch um kurz nach 16 Uhr fällt trotzdem dieser eine Satz, der im Saal Empörung auslöst. Die Anwältin von Fabians (†8) Mutter Dorina L. zitiert Gina H.: „Ich verstehe nicht, weswegen so ein Gewese gemacht wird und es so einen großen Trauergottesdienst gibt.” Es würden täglich Kinder sterben oder vermisst werden.

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Gefallen ist dieser Satz den Angaben zufolge am 4. November 2025 bei Gina H. zu Hause. Damals, zwei Tage vor ihrer Festnahme, waren Mitarbeiterinnen des Jugendamts bei ihr. Es ging bei dem Besuch um Gina H.s eigenen Sohn; doch auch Fabian, den sie als Freundin dessen Vaters jahrelang mit groß zog, war offensichtlich Thema.

Fall Fabian (†8) aus Güstrow – die Chronologie des Verbrechens

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Gina H. schrieb die Trauerrede für Fabians (†8) Vater

Gegenüber Matthias R., Fabians Vater, schlug Gina H. andere Töne an. Noch am Tattag (10. Oktober) hat sich die Angeklagte für sein Befinden und für seine Probleme interessiert – was sie sonst nie getan hätte. Das geht aus einer Analyse des gesamten Chatverlaufs zwischen Gina H. und Matthias R. ab 2024 hervor, die das Bundeskriminalamt durchführte.

Und Gina H. wollte unbedingt auf Fabians Beerdigung mitkommen. Auch Matthias R. wollte das. Doch sie war dort nicht erwünscht. Fabians Vater, der an diesem Donnerstag als Zeuge vor dem Landgericht Rostock aussagt, hält fest: „Sie fand es schade und sagte, sie hätte sich gern von Fabian verabschiedet.”

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Gina H. ist es auch, die aus Stichpunkten von Matthias R. eine emotionale und einfühlsame Trauerrede geschrieben hat, die an Fabian gerichtet ist. Dort heißt es unter anderem: „Dein Leuchten in den Augen, wenn wir Trecker gefahren sind!” Die Handyauswertung hat allerdings laut dem Richter gezeigt, dass Gina H. Matthias R.s Trauerrede für Fabian mit ChatGPT erstellt hat.

Fabians (†8) Vater und Gina H. sind wieder ein Paar

In seiner Aussage offenbart Matthias R., dass er und die Angeklagte nach der Trennung im August 2025 seit ein paar Monaten wieder ein Paar sind. Er besucht die Angeklagte regelmäßig in der Haft, glaubt fest an ihre Unschuld.

Auch Fabians (†8) Mama ist vor Ort und lässt alles mutig über sich ergehen. Sie sitzt auf dem Platz genau gegenüber von Gina H. – der Frau, die sich vor Gericht wegen des möglichen Mordes an ihrem acht Jahre alten Sohn verantworten muss.

Gina H. steht seit 27. April wegen Mordes vor Gericht

Fabian aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025 spurlos. Vier Tage später meldete sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Jungen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück gefunden haben.

Gina H., die Ex-Freundin von Fabians Vater, ist tatverdächtig.
Gina H. meldete Fabians (†8) Leiche bei der Polizei.
dpa/Schwarck Media

Anfang November wird sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche