Gimli und Nigel sind schon längst ausgewachsen

Tierschützer staunen über kleinwüchsige Giraffen

10. Januar 2021 - 13:10 Uhr

Gimli und Nigel sind zwei besonders seltene Exemplare

Auf den ersten Blick scheint hier ein Giraffen-Baby neben seiner Mutter herzulaufen – dabei ist auch die Mini-Giraffe längst ausgewachsen. Giraffen-Bulle Gimli, der im Murchison-Falls-Nationalpark in Uganda lebt, ist kleinwüchsig. Bei Wildtieren ist das extrem selten. Doch auch in Namibia wurde eine kleinwüchsige Giraffe entdeckt: Nigel misst sogar noch 20 Zentimeter weniger als Gimli. Die Bilder der beiden ganz besonderen Giraffen sehen Sie im Video!

Zwei Meter kleiner als ihre Artgenossen

Die meisten Giraffen werden etwa 4,5 bis 6 Meter groß. Mini-Giraffe Gimli misst dagegen nur 2,80 Meter. Nigel ist mit 2,60 Metern sogar noch etwas kleiner. Beide Giraffen haben den typischen langen Hals, aber sehr kurze, dicke Beine. Laut der Forscher, die ihre Beobachtung Ende Dezember im "British Medical Journal" veröffentlicht haben, ist der Grund für die geringe Größe der Tiere eine Skelettdysplasie. Diese betrifft für gewöhnlich Menschen und domestizierte Haustiere, ist bei Wildtieren aber extrem selten.

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Ihre Größe ist in der Natur der wichtigste Vorteil von Giraffen

Ihre Größe ist für Giraffen eigentlich der wichtigste Vorteil: So erwischen sie bei der Futtersuche auch die Blätter an den höchsten Bäumen. Ihre Größe ist auch der Grund, warum Giraffen für gewöhnlich kaum natürliche Feinde haben. Umso erstaunter waren die Forscher also, direkt an zwei weit voneinander entfernten Stellen des afrikanischen Kontinents diese putzmunteren Zwerggiraffen zu finden, sagte Julian Fennessy, Mitgründer der "Giraffe Conservation Foundation", im Gespräch mit Reuters. Vorteile hätten Gimli und Nigel gegenüber ihrer Artgenossen keine, vermutlich werden sich die beiden Giraffen-Bullen auch nicht paaren können.