Tierschützer in Kenia statten das Tier mit GPS-Tracker aus

Sie ist die Letzte ihrer Art! Weiße Giraffe soll vor Tod durch Wilderer geschützt werden

Die einzig verbleibende weiße Giraffe lebt in Kenia.
© NRT

20. November 2020 - 13:54 Uhr

Letzte weibliche weiße Giraffe und ihr Jungtier bereits im März getötet

Sie gehören zu den seltensten Tieren überhaupt – und gerade deshalb stehen Sie auf der Abschussliste von Wilderern ganz oben: weiße Giraffen. Die letzte weibliche weiße Giraffe und ihr Jungtier wurden im März 2020 getötet. Im kenianischen Wildtierreservat Ishaqbini Hirola, in dem die wunderschönen Tiere lebten, wurden nur noch ihre Skelette gefunden. Der Leiter des Reservats ging damals davon aus, dass Wilderer oder Kämpfer der Terrormiliz Al-Shabaab die Giraffen abgeschlachtet hatten. Nun ist nur noch eine einzige weiße Giraffe übrig – und Tierschützer versuchen ihr Möglichstes, um das Tier vor dem grausamen Tod durch Wilderer zu bewahren.

GPS-Peilsender an den Hörnern sollen das Tier schützen

Um die weltweit einzig bekannte weiße Giraffe zu schützen, haben Tierschützer das Männchen mit einem GPS-Peilsender versehen. Der Sender sei an einem der Hörner des Männchen festgemacht worden und werde stündlich den Standort des Tiers an die Ranger durchgeben, in der Hoffnung "dieses einzigartige Tier vor Wilderern schützen" zu können, teilte das Ishaqbini Hirola Schutzgebiet am Dienstag mit. An dem Einsatz beteiligte sich auch die kenianische Wildparkbehörde (KWS).

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Woher kommt die weiße Färbung des Tieres?

Dem Reservat zufolge hat der Giraffenbulle eine seltene Defekt-Mutation namens Leuzismus. Diese führt bei Tieren dazu, dass Fell und Federn weiß und die darunterliegende Haut rosa sind, weil die Haut keine Melanozyten, also farbstoffbildende Zellen, enthält.

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