Wir testen: Dose, Gefrierbeutel, Glas und Baumwollbeutel

Wie lange darf ich welche Lebensmittel einfrieren?

07. Juli 2020 - 11:36 Uhr

Was sollten Sie in welchen Gefäßen einfrieren?

Beim Kochen bleibt etwas übrig, im Garten ist alles gleichzeitig reif oder Sie möchten einfach ein paar Lebensmittel auf Vorrat zu Hause haben – wie praktisch, dass sich viele Lebensmittel einfrieren lassen. Aber was ist der beste Weg, um Lebensmittel einzufrieren: mit Gefrierbeuteln* oder doch lieber in Vorratsdosen?* Und gibt es Unterschiede, was wir besser wie einfrieren?

Welche Lebensmittel Sie sogar in Baumwollbeuteln oder Schraubgläsern einfrieren können, sehen Sie im Video.

Wie lange sind eingefrorene Lebensmittel haltbar?

  • Brot, Kuchen und andere Backwaren sind 2 bis 4 Monate haltbar
  • klare Suppen, wie beispielsweise Gemüsebrühe oder Hühnersuppe, halten sich 2 bis 3 Monate – Cremesuppen eignen sich nicht zum Einfrieren, da die enthaltene Sahne oder Milch beim Auftauen ausflocken würden
  • Milchprodukte wie Käse halten sich 2 bis 6 Monate
  • Bei Fleisch gilt: Je magerer desto länger haltbar, fettige Fleischlebensmittel halten sich 3 bis 4 Monate, magere hingegen 6-8 Monate
  • Bei Fisch ist es ähnlich: Fetter Fisch (Lachs, Makrele, Hering) hält sich 4 Monate, magerer Fisch (wie Kabeljau) hält sich bis zu 10 Monate
  • Nüsse und Kerne (geschält!) halten sich bis zu 12 Monate
  • Gemüse und Obst (beispielsweise Beeren) halten sich 6 bis 12 Monate

Diese Lebensmittel kann man nicht einfrieren:

Lebensmittel, die einen sehr hohen Wasseranteil haben, lassen sich nur schlecht wieder auftauen und sind daher nicht für die Gefriertruhe geeignet.

  • Kartoffeln
  • Weichkäse
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Knoblauch
  • Gelatine
  • Blattsalate
  • sehr wasserhaltige Obst- und Gemüsesorten (Gurken, Wassermelonen, Tomaten)

Gefrierbeutel oder Vorratsdose - was ist besser?

Vorratsdosen haben den Vorteil, dass sie hier auch große Mengen Eintöpfe oder Suppen einfrieren können, denn die Dosen verformen sich nicht. Im Gefrierwach lassen sie sich außerdem gut stapeln und sparen bei voller Befüllung ordentlich Platz. Außerdem lassen sich die Dosen beliebig häufig wiederverwenden - das ist nachhaltig und spart Geld. Wichtig ist, dass Vorratsdosen nicht bis zum Rand befüllt werden sollten, da sich sonst im Gefrierfach der Deckel lösen kann. Dann droht Gefrierbrand.

Wichtig: Benutzen Sie niemals leere Speiseeisbehälter zum Einfrieren. Was zwar praktisch erscheint, kann schlimmstenfalls der Gesundheit schaden. "Wer in eine solche Dose etwa heiße und fetthaltige Suppe füllt, der riskiert, dass sich Chemikalien aus der Dose herauslösen und ins Lebensmittel übergehen", erklärt Diplom-Chemikerin Kerstin Etzenbach-Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dabei denkt sie vor allem an Zusatzstoffe wie Weichmacher oder UV-Stabilisatoren, aber auch an Substanzen, die dem Kunststoff nicht absichtlich zugefügt wurden, sondern als Nebenprodukte bei der Herstellung entstehen. Daher sollten Verbraucher immer spezielle, genau dafür hergestellte Mehrwegbehälter aus Polypropylen nutzen.

Gefrierbeutel passen sich ihrem Inhalt optimal an und sparen im Gefrierfach viel Platz. Sie eignen sich bestens, um Lebensmittel portionsweise einzufrieren. Gleiches gilt für Eiswürfelbehälter. Gefrierbeutel sind allerdings nicht sehr umweltfreundlich und wegen möglicher Bakterienbesiedlung nicht wiederverwendbar. Wichtig hierbei ist: Die Luft aus dem Beutel pressen und erst dann ins Gefrierfach legen.

Kann ich alles einfach wieder aufwärmen?

Ob Gefrierbeutel oder Vorratsdose - man sollte immer auf Sauberkeit in der Küche achten. ​Und kann man Aufgetautes eigentlich wieder einfrieren? Hier gibt es die Antwort. Wichtig ist auch zu beachten, dass nicht alle Lebensmittel problemlos wieder aufgewärmt werden können. Welche Lebensmittel sogar giftig werden, wenn Sie sie in der Mikrowelle erwärmen, zeigen wir hier. 

Übrigens: Wenn Sie auf der Suche nach einer Gefriertruhe sind, finden Sie hier einen Vergleich verschiedener Modelle.

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