Wegen seiner Corona-Politik

Wieder Morddrohungen gegen Karl Lauterbach

Weil er sich für schärfere Regeln einsetzt, wird Karl Lauterbach mit dem Tod bedroht.
Weil er sich für schärfere Regeln einsetzt, wird Karl Lauterbach mit dem Tod bedroht.
© deutsche presse agentur

01. November 2021 - 8:33 Uhr

Hass wegen Corona-Politik

Wenn die Tage kürzer werden und die Corona-Pandemie es wieder in die Nachrichten schafft, ist Karl Lauterbach wieder in aller Munde. Weil der SPD-Gesundheitsexperte für strenge Corona-Regeln steht, wurde er in der Vergangenheit oft öffentlich angefeindet. Jetzt fordern seine Hater erneut seinen Tod.

Lauterbach als rotes Tuch für Corona-Leugner

Kaum jemand war in den vergangenen zwei Jahren wohl so in den Medien präsent wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Er gilt besonders in der Pandemie als einer der führenden Köpfe in der deutschen Politik und somit auch als einer der Wortführer bei sämtlichen Corona-Regeln. Doch das macht ihn nicht überall beliebt.

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Vor allem für Corona-Gegner ist Lauterbach ein rotes Tuch. Viele machen ihn persönlich für die Krise verantwortlich und finden, dass er die Pandemie überdramatisiert. Erst im Frühjahr war Lauterbach deshalb in den sozialen Medien öffentlich angefeindet und mit dem Mord bedroht worden.

Recherchegruppe deckt Hass-Posts auf

Jetzt wiederholt es sich. Wieder fordern seine Gegner seinen Tod. Unter einem Artikel, in dem Lauterbach vor den steigenden Coronazahlen bei Kinder warnt, schreibt ein Hater: "Tot schlagen". Andere fordern nicht weniger dramatisch seine Einweisung in eine Psychiatrie.

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Lauterbach selbst reagiert ebenso resolut. "Seit Tagen wird im Netz erneut dazu aufgerufen, mich zu erschlagen. Es ist absolut inakzeptabel, dass so etwas nicht sofort gelöscht werden muss", schreibt der Politiker auf Twitter.

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Er bedankt sich außerdem bei dem Recherchegruppe "Die Insider", die die Posts entdeckt und öffentlich gemacht hatten. "Mit Hilfe @Die_Insider werde ich das jetzt wieder zur Anzeige bringen. Wir dürfen uns an Mordaufrufe in der Politik nicht gewöhnen."