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Warum Sie Blutungen nach dem Sex niemals ignorieren sollten

7 Gründe

Warum Sie Blutungen nach dem Sex niemals ignorieren sollten

Eine traurig aussehende, junge Frau hält sich den Bauch, im Hintergrund liegt ihr Partner im Bett.
Blutungen nach dem Sex? Das könnte dahinter stecken!
ANDOR BUJDOSO, nd3000

Was tun wenn man nach dem Sex Blut entdeckt?

Die Körper sind verschwitzt, die Kissen liegen auf dem Boden verteilt und man spürt eine gewisse Zufriedenheit in der Luft. So oder so ähnlich sieht die Situation nach dem Sex manchmal aus. Aber Moment, woher kommt denn auf einmal der Blutfleck auf dem Bettlaken? Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr können verschiedene Ursachen haben. Und für alle gilt: Bloß nicht ignorieren!

1. Zu wenig Feuchtigkeit sorgt für Schmerzen

Ein junges Paar beim Geschlechtsakt.
Waren Sie vielleicht etwas zu wild?
Artem Furman - Fotolia, Photographer: Artem Furman

Tja, wenn man tatsächlich einen Blutfleck auf dem Bettlaken entdeckt, könnte es daran liegen, dass man einfach zu schnell zu viel wollte und nicht genug „Gleitfähigkeit“ während des Akts vorhanden war. Hier gilt: Lassen Sie es nächstes Mal ein bisschen ruhiger angehen. Denn so schön und wild das Vergnügen vielleicht war – danach zu bluten ist wohl eher nicht Sinn der Sache, oder? Sollte die Trockenheit zu einem längerfristigen Problem werden und mit Schmerzen oder Juckreiz einhergehen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und das Ganze abklären zu lassen.

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2. Sexuell übertragbare Krankheiten könnten gefährlich werden

Sollte frau nach dem Sex ungewöhnliche Vaginalblutungen feststellen, könnte vielleicht auch eine sexuell übertragbare Krankheit dahinterstecken. Die Übeltäter: Chlamydien, Gonorrhoe oder Bakterien, die eine Beckenentzündung auslösen können. Auch wenn dieses Thema nicht wirklich sexy ist, sollte es dennoch auf keinen Fall ignoriert werden. Sexuell übertragbare Infektionen bleiben – aufgrund der Tatsache, dass sie meist symptomlos bleiben – oft leider unbemerkt. Die Krankheit wird also mit sich rumgeschleppt, bis es im schlimmsten Fall zu spät ist. Daher ist es außerdem wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen und mögliche Warnzeichen, wie eben das etwaige Bluten, ernstzunehmen. Sollten Sie zudem einen ungewöhnlichen Ausfluss, Ausschlag, Juckreiz oder Schmerzen bemerken, führt nichts mehr am Gang zum Arzt vorbei.

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3. und 4.: Auch Gewebeklumpen und Geschwülste könnten eine Rolle spielen

Wenn Sie während oder nach dem Geschlechtsverkehr bluten, könnte auch ein sogenannter Polyp die Ursache sein, ein Gewebeklumpen, der sich an der Gebärmutterschleimhaut oder am Gebärmutterhals festsetzt. In der Regel stellen Polypen zunächst keinen Anlass zu größerer Sorge dar, weil sie im schlimmsten Fall leicht entfernt werden können. Ähnlich verhält es sich mit Geschwülsten (Fibroiden), die KEINE krebsartigen Wucherungen sind, aber trotzdem in und rund um die Gebärmutter herum entstehen können.

5. Verhütung nicht außen vor lassen

Eine Frau greift am 28.01.2016 in Hamburg nach ihrer Pille, die auf dem Nachtschrank liegt. Foto: Christin Klose | Verwendung weltweit
Hilfreich, aber kann unseren Hormonhaushalt schon mal durcheinanderbringen: die Pille.
mb war, picture alliance / dpa Themendie, Christin Klose

Ein weiterer, wichtiger aber gesundheitlich zunächst harmloser Aspekt ist die Verhütungsmethode. Verhütet man beispielsweise mit der Antibabypille, also einem hormonellen Verhütungsmittel, kann der Hormonhaushalt unter Umständen durcheinander geraten. Die Folge: Die Hormone spielen verrückt und es kommt zu Zwischenblutungen, die als Schmierblutungen bezeichnet werden. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, da sie nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

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6. Unangenehm, aber nicht ungewöhnlich: die Pilzinfektion als Übeltäter

Ein Thema, das bei vielen eher unangenehm ist, obwohl letztendlich so viele Frauen betroffen sind: Das leidige Thema Pilzinfektion. Auch sie kann sich in Form von Vaginalblutungen offenbaren. Meist merken Sie aber schon vorher, dass Sie sich ein bakterielle Infektion eingefangen haben könnten, denn: Jeder, der schon mal einen Hefepilz oder Ähnliches hatte, weiß, dass es ganz schön jucken kann im Schritt und auch der Toilettengang unter Umständen nicht ganz so angenehm ist…

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7. In seltenen Fällen kann sogar Krebs die Ursache für die Blutung sein

Natürlich sollten Sie nicht sofort in Panik verfallen, wenn Sie nach dem Geschlechtsverkehr etwas Blut in Ihrer Unterhose entdecken, aber: Kommt das Ganze öfters vor, sollten Sie sich untersuchen lassen. Denn: Wer Blutungen nach dem Sex immer und immer wieder ignoriert, ignoriert gleichzeitig potenziell wichtige erste Anzeichen einer Krebserkrankung. Treten die vaginalen Blutungen nach dem Sex nämlich vermehrt aus, vor allem während der Menopause, könnte das ein erstes Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs sein. Dass Sie in einer solchen Situation Herr oder Frau Doktor besuchen sollten, müssen wir an dieser Stelle nicht nochmal wiederholen, oder? Denken Sie immer dran: Es geht um Ihre Gesundheit! Bei einem Tröpfchen Blut nicht sofort in eine Schockstarre verfallen, aber häufiger auftretende Probleme ruhig ernst nehmen. (vdü)