Diese Begegnung stellt sein Leben auf den Kopf

Zufällig auf der Straße! David (10) erfährt von einem Fremden, dass er Krebs hat

Der 10-jährige David Lally bekam Ende Dezember 2020 die Diagnose Multipler Hirntumor.
Der 10-jährige David Lally bekam Ende Dezember 2020 die Diagnose Multipler Hirntumor.
© twitter/ChrisLally16

19. August 2021 - 10:23 Uhr

Der 10-jährige David hat Krebs

Starke Kopfschmerzen und ein Flimmern im rechten Auge: So begann das Leiden des 10-jährigen David Lallys aus New Brighton, Großbritannien. Die Diagnose: ein multipler Hirntumor. Doch seinen wahren Zustand hielten seine Eltern zunächst geheim – bis der Junge von einem Fremden angesprochen wurde und so dann doch noch von seiner Krebserkrankung erfahren sollte.

Eine zufällige Begegnung auf der Straße offenbart Davids wahren Gesundheitszustand

Weil der Junge sich unwohl fühlte, gingen seine Eltern, Chris und Kelly Lally, Ende letzten Jahres mit David zum Arzt. Im Krankenhaus wurde er untersucht, kurz vor Weihnachten dann die niederschmetternde Diagnose: David hat drei große und mehrere kleine Hirntumore. Gegenüber dem "Liverpool Echo" offenbarte Davids Vater Chris kürzlich, dass sie ihrem Sohn zunächst keine genauen Details zu seinem Krankheitszustand verraten wollten: "Es war schwer, denn zuerst haben wir David nie gesagt, was er hat. Wir sagten nur, dass er kleine Klumpen hat."

Dann sollte es für den 10-Jährigen jedoch zu einer lebensverlängernden Begegnung auf der Straße kommen: Als David eines Tages draußen unterwegs ist, wird er von einem fremden Erwachsenen angesprochen, der vermutlich über Davids Eltern von dessen Zustand erfahren hat. Dieser schüttelt ihm die Hand und sagt ihm, wie gut er sich im Kampf gegen den Krebs mache. Letztendlich mussten David und seine Frau Kelly daraufhin mit ihrem Kind sprechen und es über seinen wahren Zustand aufklären.

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David und sein Vater Chris halten zusammen

Mittlerweile ist David in Behandlung, damit die Tumore hoffentlich verkleinert werden können. Auf seinem rasierten Kopf prangt infolgedessen eine Narbe, für die der Junge sich – laut Papa Chris – allerdings schämt. Das konnte der Vollblut-Vater aber nicht zulassen: Chris hat sich einfach seine eigenen Narbe besorgt, um seinem Sohn zu signalisieren: Im Kampf gegen den Krebs bist du nicht alleine! "Ich sagte zu ihm: 'Schau mal, ich lasse mir ein Tattoo stechen und bekomme genau die gleichen Narben wie du. Er sagte: 'Willst du, Dad, willst du?' und ich sagte ja. Wir kämpfen zusammen, und ich möchte, dass er das weiß. Alles, was er durchmachen muss, werde ich mit ihm durchmachen", erzählte er der britischen Zeitung weiter.

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David Lally mit seinem Vater Chris.
David Lally mit seinem Vater Chris.
© facebook/Chris-Lall

Die Therapie scheint anzuschlagen

Sechs Runden Chemotherapie stehen in der kommenden Zeit noch an. Danach wird ein Scan hoffentlich zeigen, ob die Behandlung erfolgreich war oder nicht. Aber schon jetzt sieht Davids Zustand vielversprechend aus: Vater Chris spricht von einer erfolgreichen Strahlentherapie im März, bei deren Ergebnis die Ärzte völlig aus dem Häuschen waren. "Sie sagten, sie können nicht glauben, was die Behandlung bewirkt hat, es war absolut fantastisch. Jetzt sind nur noch kleine Teile übrig."

Trotzdem ist die Familie natürlich weiterhin nervös, wie es mit David und seiner Krebserkrankung weitergeht, aber dankbar für die Unterstützung aller Beteiligten. David hat noch den Zwillingsbruder Brian, den älteren George sowie eine kleine Schwester namens Molly-Mae. Sie alle drücken David die Daumen, dass es ihm bald besser geht. Und das tun wir auch! (vdü)

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