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Wegen Hirntumor "nur noch Monate" zu leben: Vater sieht Sohn doch aufwachsen - wie durch ein Wunder

Wegen Hirntumor "nur noch Monate" zu leben

Wunder nach Schockdiagnose: Vater überlebt Krebs-Prognose und sieht Sohn (3) aufwachsen

Krebs-Patient mit Hinrtumor Glioblastom
Paul Nicholson mit seinem Sohn und seiner Frau
The Royal Marsden NHS, Facebook

Paul Nicholson (37) leidet an gefährlichem Glioblastom-Hirntumor

Als Paul Nicholson die Schock-Diagnose erhielt, war sein Sohn Teddy gerade sechs Monate alt. Seine eigene Lebenserwartung schätzten Nicholsons Ärzte kaum höher ein: Glioblastom gilt laut der Weltgesundheitsorganisation WHO als eine der gefährlichsten Hirntumor-Arten – die durchschnittliche Lebenserwartung nach Diagnose liegt mit Behandlung bei zehn bis 15 Monaten. Die Diagnose erhielt Paul Nicholson im Jahr 2017 – und er kann heute wie durch ein Wunder noch immer jede Minute genießen, die er seinen Sohn aufwachsen sieht.

Paul Nicholson: "Gegen jede Wahrscheinlichkeit werde ich im Herbst seine Einschulung erleben"

Seine unglaubliche Geschichte hat Paul Nichsolson der britischen Zeitung „Mirror“ erzählt. Gut drei Jahre nach seiner Krebs-Diagnose ist der Hirntumor um mehr als 80 Prozent kleiner als damals, wie die Krebsbehandlungsexperten des britischen NHS von „The Royal Marsden“ bestätigen. Nicholson ist seinen Ärzten und Pflegern unendlich dankbar und sagt dem „Mirror“ voller Vorfreude: "Gegen jede Wahrscheinlichkeit werde ich im Herbst Teddys Einschulung erleben."

Monate vor seiner Diagnose habe der frischgebackene Familienvater unter starken Kopfschmerzen, Krampfanfällen und Sichtveränderungen gelitten, berichtet er der Stiftung des „The Royal Marsden“. Nachdem Freunde Wesensveränderungen bei ihm bemerkten und sich immer stärker Sorgen um ihn machten, kam er ins Krankenhaus.

Dort entdeckten Ärzte seinen Tumor, operierten Nicholson direkt am nächsten Morgen und versuchten so viel vom Tumor zu entfernen wie möglich. „Ich bin auf der Intensivstation aufgewacht und konnte mich nicht daran erinnern, ins Krankenhaus gegangen zu sein. Ich dachte, ich hätte einen Autounfall oder sowas gehabt, es war sehr verwirrend“, erinnert er sich im „Mirror“ daran.

Horror-Prognose nach OP, Medikamentenstudie bewirkt Wunder

Nach der Operation eröffnen die Ärzte Paul und seiner Frau Charlotte, dass die Lebenserwartung nur noch ungefähr ein Jahr betrage. Die OP konnte den Tumor nicht stoppen, schnell beginnt er wieder in Pauls Kopf zu wachsen – auch eine Chemotherapie hilft nicht. Doch während die „von Tag zu Tag hoffende und bangende“, junge Familie mit Spezialisten über weitere Operationen berät, bringen Forscher das Wunder auf den Weg.

Wissenschaftler, die für das britische Gesundheitssystem NHS an Krebs-Medikamenten arbeiten, sehen in Paul Nicholson einen Kandidaten für eine ihrer Medikamentenstudien. Bei dem heute 37-Jährigen stimmten die Voraussetzungen für eine experimentelle Behandlung mit dem Medikament Lisavanbulin. Und es wirkt, wie erhofft: Bereits nach wenigen Monaten beginnt das Virus zu schrumpfen – der Erfolg über die letzten Jahre ist gigantisch.

Heute darf Nicholson sogar wieder Autofahren, wie er dem „Mirror“ berichtet. Seine Frau und er haben sich ein Wohnmobil gekauft, mit dem sie durch Großbritannien reisen. Zwar gilt Paul nicht als geheilt, aber er genießt die Zeit, die er mit seinem Sohn Teddy (3) verbringen kann. Zeit, auf die er bei seiner Diagnose nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. (swi)

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