Der Schüler hatte starke Kopfschmerzen

Hirntumor: Lucas (8) wurde falsch diagnostiziert - warum seine Eltern jeden Cent brauchen

Lucas (8) wurde gesagt, dass seine starken Kopfschmerzen und seine Krankheit auf Angst zurückzuführen seien.
Lucas (8) wurde gesagt, dass seine starken Kopfschmerzen und seine Krankheit auf Angst zurückzuführen seien.
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11. Juni 2021 - 14:33 Uhr

Er sah seine Mutter doppelt

Lucas Pook-Parsonage sah doppelt, als seine Mutter Gemma ihn in die Notaufnahme im Derriford Hospital in Plymouth brachte. Der kleine Junge litt seit zwei Wochen unter starken Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen. Doch Hausärzte glaubten, Lucas hätte lediglich eine Angststörung. Als seine Mutter mit ihm schließlich in ein Krankenhaus fuhr, kam der Schock: Der 8-Jährige leidet an einem Hirntumor!

Lucas' OP musste abgebrochen werden

Am Morgen des 11. Mai ging es Lucas so schlecht, dass Mama Gemma nicht mehr zögerte und mit ihm und seinen Geschwistern ins Krankenhaus fuhr. Sie drängte auf eine ausführliche Untersuchung und Lucas kam ins CT. Der Scan zeigte Berichten zufolge "ein großes Wachstum im Gehirn". Lucas wurde sofort ins Kinderkrankenhaus nach Bristol geflogen. Dort musste er notoperiert werden, um Flüssigkeit aus seinem Gehirn abzulassen, um den Druck zu lindern.

Zwei Tage später wurde Lucas erneut operiert – jetzt sollte sein Tumor entfernt werden. Er erlitt jedoch einen anaphylaktischen Schock und die Operation wurde abgebrochen. Die Ärzte diagnostizierten bei ihm das Posterior-Fossa-Syndrom (eine Verhaltensveränderung als Komplikation nach Operation eines Hirntumors) und das Medulloblastom, eine bösartige Form von Krebs.

Lucas Pook-Parsonage
Der 8-jährige Lucas leidet an einem bösartigen Hirntumor.
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Lucas muss erst wieder zu Kräften kommen

Nach der abgebrochenen OP entwickelte Lucas einen Kleinhirn-Mutismus, was bedeutet, dass er jetzt "nicht in der Lage ist, zu sprechen, zu schlucken, beide Augen zu öffnen oder seine Arme zu bewegen" schreibt Toni, ein Freund der Familie, der eine GoFundMe-Spendenaktion ins Leben gerufen hat. "Lucas ist normalerweise ein sehr lustiger, fröhlicher und energiegeladener kleiner Junge, der selbstbewusst und lustig ist und es liebt, mit seinen Freunden unterwegs zu sein und Zeit mit der Familie zu verbringen."

Doch weitere notwendige Behandlungen oder Operationen kann der Junge aufgrund seines schwachen Gesundheitszustandes derzeit nicht verkraften. "Es ist immer noch nicht bekannt, ob er sich von der Tumorentfernung erholen wird oder in welchem ​​Stadium der Krebs ist", so Toni weiter.

Zur Zeit bekommt Lucas regelmäßig Physiotherapie und Sprachtherapie, um zu Kräften zu kommen. Eine Strahlentherapie soll in den kommenden Tagen starten.

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Derriford Hospital
Im Derriford Hospital wurde bei Lucas ein CT gemacht. Diagnose: Bösartiger Hirntumor
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Mama und Papa schliefen auf Stühlen

Mama Gemma und Papa Ben mussten eine Woche lang auf Stühlen im Krankenhaus schlafen, weil sie keine Unterkunft hatten. Zusätzlich müssen sie sich um Lucas' Geschwister kümmern, die 180 Kilometer vom Krankenhaus entfernt wohnen. Ihnen wollen Gemma und Ben das Leben derzeit so normal wie möglich gestalten.

Am Donnerstag hat die GoFundMe-Spendenaktion ihr Ziel von 3.000 Pfund (rund 3493 Euro) bereits überschritten und es wurden mehr als 3500 Pfund (rund 4075 Euro) bisher gesammelt. Die gespendeten Mittel werden für "die An- und Abreise zum und vom Krankenhaus" und "für den mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt" verwendet - zusätzlich zu Essen, Wäsche, Kinderbetreuung für die anderen beiden Kinder der Familie und allen anderen Ausgaben. (jar)

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