RTL News>

Volker Bouffier: Hessen hält an 3G-Regel fest

Auch Ungeimpfte haben Rechte

Bouffier: Hessen hält offiziell an 3G-Regel fest

Bouffier wirbt auf dem Wochenmarkt für die Corona-Impfung Pieks zwischen Obstständen in Gießen

30 weitere Videos

Jeder private Betreiber kann jedoch selbst entscheiden

Hessen werde – im Gegensatz zu Hamburg – an der 3G-Regelung festhalten, so Ministerpräsident Volker Bouffier am heutigen Mittwoch auf einem Termin auf dem Wochenmarkt in Gießen. "Wir werden mit 3G arbeiten müssen", allein schon aus rechtlichen Gründen. Allerdings sei jeder private Betreiber von Einrichtungen frei zu entscheiden, wen er in seinen Laden oder sein Lokal hineinlasse. Menschen, die sich einer Impfung verweigerten, werden also doch mit Einschränkungen in Zukunft rechnen müssen.
Die 3G-Regel bezieht sich auf bestimmte Freiheiten für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Eine 2G-Regel wie in Hamburg würde Getestete davon ausschließen.

Pieks zwischen Obstständen: Impfaktion auf Gießener Wochenmarkt

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat auf dem Gießener Wochenmarkt außerdem für Corona-Schutzimpfungen geworben. „Impfen ist die beste Chance, die Pandemie zu überwinden, persönliche Freiheit wieder zurückzugewinnen, sich selbst zu schützen, aber auch andere“, sagte er am Mittwoch nach einem Rundgang über den Markt und dem Besuch eines dort positionierten mobilen Impfstands. Solche Aktionen mit direktem Angebot und niedriger Schwelle seien wichtig, um das Impfziel zu erreichen. Ähnlich leicht erreichbare Angebote planen die Kreise dem Regierungschef zufolge hessenweit auch für Schüler ab zwölf Jahren.

Bouffier verwies auf Zahlen, wonach mehr als 90 Prozent der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern ungeimpft seien - was die Bedeutung der Spritzen gegen das Virus aufzeige. „Bevor man schwer erkrankt, ist es sehr viel einfacher, sich impfen zu lassen“, sagte er vor Journalisten.

Überzeugender Ministerpräsident: Bouffier bringt Passanten zur Spontan-Impfung

Bei seinem Gang über den Markt suchte Bouffier auch das Gespräch mit Passanten und fragte einige, ob sie schon geimpft seien - was die meisten bejahten. Einem Mann rang er das Versprechen ab, sich doch noch eine Spritze gegen das Virus setzen zu lassen, eine Verkäuferin konnte er dagegen nicht überzeugen. Das mobile Impfteam hatte derweil immer wieder zu tun. Für einen Mann, der das Impfangebot spontan nutzte, fand Bouffier lobende Worte: „Das haben Sie gut gemacht.“ (dpa/gmö)