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Vitali und Wladimir Klitschko: Stärke und Entschlossenheit wurde ihnen in die Wiege gelegt

RTL/ntv-Sportchef über Vitali und Wladimir

Ihr Vater ging nach Tschernobyl-Katastrophe voran: Die große Stärke der Klitschko-Brüder

Die einstigen Box-Riesen Vitali und Wladimir Klitschko wachsen in der Krise über sich hinaus. Die langjährigen Box-Champions rütteln nach der Invasion Russlands in die Ukraine die Welt wach, wettern gegen den Krieg und rufen zur Unterstützung für ihr Land auf. Ihre Stärke, die viele beeindruckt, wurde ihnen offenbar in die Wiege gelegt. Ihr Vater war als Manager einer der größten Tragödien in der Sowjetunion gefordert.

Die Gesicher der Stärke

Die Klitschko-Brüder sind neben dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj die Gesichter des ukrainischen Widerstandes gegen den russischen Angriff. Sie melden sich mit Durchhalteparolen und Aufrufen – an die eigene Bevölkerung oder an die Weltbevölkerung.

Die Stärke der beiden überrascht RTL/ntv-Sportchef Andreas von Thien nicht. Er hat die Karriere von Vitali und Wladimir Klitschko hautnah verfolgt und die beiden auf dem Weg auf den Box-Thron rund um die Welt begleitet. Er kennt die Klitschko-Brüder gut, war auch in den vergangenen Tagen mit ihnen in Kontakt. Er weiß, dass Vitali und Wladimir ihre Worte, Kiew zu verteidigen, bitterernst meinen.

„Vitali ist kein Schwätzer – das ist nicht seine Einstellung vom Leben. Er meint das ernst, er geht bis zum Äußersten. Die Selbstbestimmung der Ukraine ist ihm wichtig. Er will die Ukraine aufrütteln, die Welt aufrütteln“, sagt er über den Bürgermeister von Kiew (seit 2014). Immer an Vitalis Seite: Bruder Wladimir – wie einst am Ring stehen die Brüder zusammen. Wo Vitali ist, ist auch Wladimir.

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Vitali und Wladimir untrennbar miteinander verbunden

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„Die beiden Brüder hängen zusammen wie Pech und Schwefel. Sie sind untrennbar miteinander verbunden“, erklärt Andreas von Thien. „Das was sie jetzt beide vor Ort machen, unter der Gefahr das Leben zu verlieren – davor habe ich höchsten Respekt. Sie wollen ihr Land und ihre Idee nicht aufgeben. Dafür kämpfen sie und dafür kämpfen sie zur Not auch mit der Patrone.“

Die beiden sind keine Maulhelden. Den eingeschlagenen Weg ziehen sie durch, ist sich Andreas von Thien sicher. Diese Führungsstärke und Entschlossenheit wurde ihnen schon in die Wiege gelegt. Geprägt wurden sie durch ihre Kindheit und besonders durch ihren Vater Wladimir Rodionowitsch Klitschko, erklärt der RTL/ntv-Sportchef. Er sei ein wichtiger Faktor für die „Disziplin, Entschlossenheit, und die Stabilität“ gewesen, die die Familie Klitschko in sich führt. „Er war derjenige, der 1986 den Einsatz im Kernkraftwerk in Tschernobyl koordiniert hat.“ Damals erschütterte die Reaktorkatastrophe auf dem Gebiet der heutigen Ukraine die Sowjetunion. Als Offizier der Roten Armee koordinierte er nach der Atomkatastrophe die Hubschraubereinsätze an der Reaktorruine.

Viele Menschen verloren infolge des Unfalls ihr Leben, vor allem an den Spätfolgen. Dieses tragische Schicksal ereilte auch Vater Klitschko. Er starb 2011 im Alter von 64 Jahren an Lymphdrüsenkrebs, wohl eine Spätfolge der Strahlung, der er bei seinem Einsatz ausgesetzt war.

Klitschko-Brüder schicken Videobotschaften

Vitalis Frau und die Kinder der Klitschkos in Sicherheit

Während die Klitschkos in Kiew den Widerstand gegen die russischen Invasoren planen, halten sich Vitalis Frau und seine drei Kinder in Deutschland auf. Wladimirs Tochter Kaya, sieben Jahre alt, geht eigentlich auf eine Schule in Kiew – sie ist ebenfalls in Sicherheit.

Von Sicherheit ist die Ukraine derzeit weit entfernt. Russische Soldaten dringen weiter ins Land vor. Viele Menschen in Deutschland fragen sich: Was kann ich von hier aus tun?

RTL/ntv-Sportchef von Thien hat diese Frage stellvertretend an Wladimir Klitschko gestellt. „Wichtig ist, dass die Menschen hier laut sind, dass man gegen den Krieg, den unnötigen Krieg protestiert. Dass jeder im Kleinen das tut, was man machen kann. Wach werden, wachrütteln, für die ideale der Demokratie eintreten, protestieren“, so Wladimirs Antwort.

Ein solches starkes Zeichen setzte am Rosenmontag zum Beispiel die Stadt Köln. Über 200.000 Menschen versammelten sich zur einer Friedensdemo durch die Innenstadt. Die Bilder gehen um die Welt. Sie werden den Klitschko-Brüdern gefallen. (msc)