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USA: Brandopfer Dominik bedankt sich am Krankenhausfenster bei den Rettungskräften

Nachbarskind bewarf ihn mit Feuerball

USA: Brandopfer Dominik bedankt sich am Krankenhausfenster bei den Rettungskräften

Brandopfer Dominick winkt am Krankenhausfenster
Der sechs Jahre alte Dominick wird mit schweren Brandwunden im Gesicht im Krankenhaus behandelt.
CNN

Dominicks Gesicht ist noch immer in dicke, weiße Bandagen gewickelt. Nur ein Schlitz für die Augen und für den Mund haben die Ärzte freigelassen. Trotzdem kann man sehen, wie aufgeregt der Sechsjährige ist, als er am Fenster seines Krankenhauszimmers steht und winkt. Auf der Straße vor dem Gebäude findet eine regelrechte Parade für ihn statt. Der Grundschüler spielte vor dem Haus seiner Eltern, als andere Kinder ihn mit einem brennenden Ball bewarfen. Seine Mutter vermutet eine Mobbing-Attacke auf ihr Kind.

Parade für Brandopfer Dominick
Einsatzkräfte aus Connecticut haben eine kleine Parade vor Dominicks Krankenhausfenster organisiert.
CNN

Rettungskräfte wollen Brandopfer Dominick im Krankenhaus Mut machen

Nun versammelten sich Rettungskräfte, Krankenhauspersonal und sogar der Bürgermeister der Stadt vor dem Klinikgebäude in Bridgeport im US-Bundesstaat Connecticut, in dem der Sechsjährige wegen seiner schweren Brandverletzungen behandelt wird. Sie alle wollten Unterstützung zeigen und Dominick Mut machen. „Wir stehen zu 100 Prozent hinter dir“, sagte Bürgermeister Joe Ganim vor dem Krankenhaus. „Ich hoffe, dass diese Botschaft ihm die Kraft gibt, die er braucht, um weiterzukämpfen.“

Polizisten auf Motorrädern, Feuerwehrautos und Krankenwagen – sie alle rollten vor dem Fenster des kleinen Brandopfers vorbei und ließen ihre Sirenen aufheulen und die Blaulichter blinken. Auch Dominicks Cousine, die als Krankenschwester in der Klinik arbeitet, kam zu der Solidaritätskundgebung für den Sechsjährigen. Sie erzählt, dass Dominick davon träume, Polizist zu werden, wenn er groß ist. Darum sei diese Überraschung etwas ganz besonders für ihn.

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Für einen Moment schienen bei dem Kind alle Schmerzen vergessen – Dominick verfolget aufgeregt, was sich vor dem Krankenhaus abspielte. Mit einem selbstgemalten Schild an seinem Fenster bedankte er sich bei den ganzen Einsatzkräften, die extra für ihn eine kleine Parade organisiert hatten. „Danke“, stand darauf geschrieben, dazu ein rotes Herz und der Name des Jungen. Bis er aus dem Krankenhaus heraus kann, wird es noch eine Weile dauern. Aber die Ärzte gehen davon aus, dass die Verletzungen ohne schwere Narben abheilen werden.

Dominick war mit schweren Verbrennungen im Gesicht und an seinem Körper ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Nachbarskinder mit Benzin und Feuerzeugen gezündelt haben sollen. Ein anderer Junge soll dem Sechsjährigen dann einen benzingetränkten, brennenden Ball ins Gesicht geschleudert haben. Die Mutter des Brandopfers geht davon aus, dass das kein Unfall war, sondern eine absichtliche Mobbingattacke. Die Familie des Nachbarsjungen bestreitet die Anschuldigungen. (jgr)