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Connecticut

Der drittkleinste Bundesstaat der USA gehört mit zu den 13 Staaten, die im Juli 1776 ihre Unabhängigkeit vom britischen Mutterland erklärten.

Connecticut picture alliance / Alexander Farnsworth | Alexander Farnsworth

Connecticut ist ein Bundessaat im Nordosten der USA. Die Hauptstadt heißt Hartford. Der Name des Staates geht auf das Indianerwort „quinnehtukqut“ zurück, das „Platz am langen Fluss“ bedeutet. Tatsächlich wird das Land von dem fast 700 km langen Connecticut River, dem längsten Fluss Neuenglands, durchflossen. Mit etwas mehr als 14.000 km² ist Connecticut der drittkleinste Staat der USA. Er grenzt an Massachusetts, Rhode Island und New York. Im Süden bildet der Long Island Sound die natürliche Grenze. In Connecticut leben über 3,5 Millionen Menschen (Stand 2015), die meisten davon in Bridgeport. Über 70 % der Bevölkerung sind Weiße, 9 % der Einwohner geben an, deutsche Vorfahren zu haben.

Kurzer geschichtlicher Überblick über Connecticut

Die Gegend, in der sich Connecticut heute befindet, war lange Zeit von verschiedenen Indianerstämmen besiedelt. Anfang des 17. Jahrhundert betrat der Niederländer Adriaen Block als erster Europäer den Boden. Nur kurze Zeit später kamen viele Engländer aus den umliegenden Gebieten und gründeten die Siedlungen Windsor und Wethersfield, die sich später mit Hartford zur Kolonie Connecticut zusammenschlossen. Diese erhielt Ende des 17. Jahrhunderts vom englischen König Karl II. Autonomie und eine eigene Verfassung. Später bereute die englische Krone diese Entscheidung und es kam zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen dem Mutterland und dem jungen Staat. Im Juli 1776 proklamierte Connecticut zusammen mit zwölf weiteren Kolonien in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten seine Ablösung von Großbritannien. Im Januar 1788 wurde Connecticut zum fünften Bundesstaat der USA.

Connecticut heute

Der „Constitution State“ ist heute einer der wohlhabendsten Staaten der USA mit einem hohen Bildungs- und Lebensstandard. In Bezug auf das BIP pro Kopf liegt er an vierter Stelle der 50 Staaten (Stand 2016). Das Wirtschaftsleben ist von starker Industrialisierung geprägt. Connecticut ist führend in der Produktion von Flugzeugmotoren, Atom-U-Booten und Maschinen. Aufgrund seiner schönen Natur mit vielen Seen, Wäldern, Bergen und Stränden ist Connecticut eine beliebtes Ausflugsziel von Wochenendurlaubern aus New York City.