18. Juni 2019 - 18:13 Uhr

Wenn "er" nicht mehr abschwillt

Eine Erektion, die steht und steht und steht: Was für manche wie ein Stammtischwitz klingt, kann wirklich passieren – und ohne die richtige Behandlung ernste Folgen nach sich ziehen. Auch in der aktuellen Folge der RTL-Serie "Nachtschwestern" hat ein Patient dieses hartnäckige Problem. Was er alles tut, um es loszuwerden, sehen Sie im Video.

Blutstau ist die häufigste Ursache

Dauert eine Erektion mehr als zwei Stunden lang an, spricht man vom sogenannten Priapismus. Dabei werden die beiden Schwellkörper des Penis steif und verursachen statt Lust große Schmerzen. In den meisten Fällen fließt das Blut kaum oder nicht mehr aus dem Penis ab, in rund 10 Prozent der Fälle handelt es sich um einen übermäßigen Zustrom an Blut. Ohne die entsprechende Behandlung kann dieser Zustand bis zu drei Wochen anhalten. Laut der Urologischen Klinik München Planegg tritt die Erkrankung im Durchschnitt bei einem bis drei von 100.000 Männern auf.

Dauerhafte Erektionsstörungen

Der Priapismus ist ein ernstzunehmender Notfall: Wird er nicht umgehend behandelt, drohen Schädigungen des Gewebes und damit langfristige Störungen der Erektionsfähigkeit. Je früher der Patient also zum Arzt geht, desto besser. Um das Blut möglichst schnell aus dem Penis zu bekommen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Körperliche Bewegung kann als erste Maßnahme eingesetzt werden, darüber hinaus können adrenalinartige Wirkstoffe in die Schwellkörper gespritzt werden, oder sie werden ausgespült. Wenn nichts anderes hilft, muss das Blut mechanisch abgesaugt werden.

Ursachen für die Dauererektion

In rund 30 Prozent der Fälle bleibt ungeklärt, wodurch die Dauererektion entstanden ist. Bekannte Ursachen sind zum Beispiel Medikamente, etwa gegen Epilepsie oder bestimmte Psychopharmaka, sowie Drogenmissbrauch,  Stoffwechselerkrankungen oder Folgen einer Thrombose. Der Priapismus kann aber auch Anzeichen für eine schwere Erkrankung sein, etwa Leukämie. Eine umfassende Diagnose ist deshalb für die Behandlung unerlässlich.

"Sommerpenis"? Gibt es wirklich!

Wenn es draußen richtig heiß ist, kann das Einfluss auf "seine" Größe haben: So entsteht der Sommerpenis!