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Um anderen Frauen zu helfen, spendet Andrea 170 Liter Muttermilch

Wegen knapper Säuglingsnahrung

Um anderen Frauen zu helfen, spendet Andrea 170 Liter Muttermilch

Für andere - Diese Mutter spendet über 170 Liter Muttermilch Babynahrungs-Krise in den USA
01:26 min
Babynahrungs-Krise in den USA
Für andere - Diese Mutter spendet über 170 Liter Muttermilch

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Während hierzulande Supermarkt-Besucher häufig vor leeren Speise-Öl-Regalen stehen, haben die Eltern im amerikanischen Bundesstaat Iowa ganz andere Sorgen. Dort liegt der Anteil der vergriffenen Säuglingsnahrung zurzeit bei über 50 Prozent. Deshalb spendete eine Mutter nun 170 Liter Muttermilch. Warum sie so viel Milch spenden konnte – und was sie besonders motiviert hat – im Video.

"Es gibt Eltern, die sehr gestresst sind, weil sie versuchen, Muttermilch zu finden"

"Manchmal können Frauen zu viel Muttermilch produzieren“, erzählt die Spenderin Andrea Heidenreich. Sie sei eine dieser „Überproduzentinnen“. Deshalb habe sie beschlossen, „anderen Müttern und Babys auf ihrem Weg zu helfen“

Auf diese Weise seien über 170 Liter Muttermilch zusammengekommen. Da sie nicht wollte, dass die Milch verschwendet wird, brachte sie die zu viel produzierte Milch zur „Muttermilch-Bank“ von Iowa. "Es gibt Eltern, die sehr gestresst sind, weil sie versuchen, Muttermilch zu finden, um ihre Babys zu ernähren", erklärt Heidenreich ihre Beweggründe. Sie wisse aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, das eigene Baby zu ernähren

Denn dass sie selbst einmal Muttermilch spenden könnte, hätte sie nach der Geburt ihres Sohnes Oliver zunächst nicht gedacht. Denn da brauchte sie zunächst selbst die Hilfe der Milchbank. "Es war sehr emotional, ihn nicht selbst füttern zu können, wir haben mit unserer Stillberaterin im Mercy daran gearbeitet", erinnert sich Heidenreich.

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„Wir erleben einen Anstieg von Milchspendern"

Ihre 170-Liter Spende ist zeitgleich aber auch ihre letzte Spende, denn für Heidenreich geht ihre Stillreise jetzt zuende. "Ich denke, jede Mutter ist emotional, wenn sie mit dem Stillen fertig ist“, so Heidenreich. Dennoch sei sie froh auf diese Weise anderen Müttern helfen zu können.

Doch zum Glück ist sie nicht die einzige Spenderin bei der Milchbank. Im Gegenteil: „Wir erleben einen Anstieg von Milchspendern, die den Mangel an Milch und ihren Wunsch zu helfen erwähnen. Es sind bemerkenswerte und großzügige Frauen“, erklärt ein Sprecher der Milchbank gegenüber „TV9“. (jve)