Nach dem Stillen oder dem Essen

Spucken beim Baby: Wie viel speihen ist normal?

Besonders in den ersten Monaten spucken die meisten Babys viel. In der Regel sind es allerdings nur kleine Mengen Brei oder Milch.
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29. Juni 2020 - 12:00 Uhr

Spucken beim Baby

Die meisten Babys spucken bis zu ihrem sechsten Lebensmonat viel. Das sind allgemein kleine Mengen an Milch nach einer Milchmahlzeit aus dem Fläschchen, aber auch nach dem Stillen kann dies geschehen. Das Baby spuckt viel – Ärzte sprechen da von einem Reflux. Der Grund dafür ist, dass der Magenverschlussmuskel, der die Speiseröhre vom Magen trennt, noch nicht richtig funktioniert. Daher kann die getrunkene Milch aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließen, woraufhin das Baby diese ausspuckt. Oft kann man das schon vermeiden, wenn man dem Baby eine Anti-Reflux-Milch verabreicht.

Spucken beim Baby: Ein unbedenkliches Verhalten

Viele Babys gelten in den ersten Lebensmonaten als Spuckbabys, die nach einer Mahlzeit kleine Mengen an Milch ausspucken. Wenn es sich dabei lediglich um die Menge eines Teelöffels handelt, das Kind sich davon unbeeindruckt zeigt und fröhlich ist, besteht auch kein Grund zur Beunruhigung.

Durch den Einsatz der richtigen Sauger kann das Spucken bei Ihrem Kind jedoch reduziert werden: Der Sauger des Fläschchens sollte genau auf das Alter des Babys angepasst sein. Auf keinen Fall sollten Sie die Löcher erweitern, damit das Kleine leichter trinken kann: Dadurch wird das Schlucken von Luft begünstigt, die zu einem vermehrten Spucken führen kann. 

Baby speiht viel: Das können Sie tun

Mit ein paar kleinen Maßnahmen können Sie das Spucken bei Ihrem speihenden Baby reduzieren. Da während des Trinkens Luft in den Kindermagen gerät, sollten Sie Ihr Baby direkt nach der Milchmalzeit ein Bäuerchen machen lassen, damit diese entweichen kann. Achten Sie beim Trinken zudem darauf, dass Ihr Kind möglichst senkrecht sitzt und nicht zu schnell trinkt.

Auch sollten sie es vermeiden, direkt nach der Mahlzeit mit dem Baby herumzutoben. Wenn sich das Baby auf den Bauch dreht, die Bauchmuskeln anspannt oder aus vollen Herzen lacht, kann es jedoch auch noch Stunden nach der Nahrungsaufnahme zum Speihen kommen. Doch nicht umsonst sagt der Volksmund "Speihkinder sind Gedeihkinder".

Das Baby erbricht sich – Was ist zu tun

Wenn sich das Baby erbricht, ist höchste Aufmerksamkeit gefordert. Spätestens, wenn es drei aufeinanderfolgende Mahlzeiten erbrochen hat, sollten Sie mit dem Kind zu einem Arzt gehen. Ist das Baby dabei auch noch müde, schlapp und weint, sollte dies sofort von einem Kinderarzt geklärt werden. Denn so kleine Wesen leiden nach mehrmaligem Erbrechen schnell unter einem Flüssigkeitsmangel. Eventuell braucht es eine Elektrolytlösung, damit es seinen Mineralstoffwechsel wieder stabilisieren kann oder muss gar an den Tropf. Flüssigkeitsmangel können Sie auch an tief liegenden Augen und knittriger Bauchhaut erkennen.

Wenn das Kind häufiger die Nahrung ausspuckt

Wenn ein Kind oft die Nahrung ausspuckt oder sich nach einer Mahlzeit nicht wohlfühlt, kann es sich auch um eine Infektion handeln. Hat das Baby Fieber? Der Grund dafür könnte sein, dass die Fläschchen vor der Benutzung nicht entsprechend keimfrei gemacht wurden.

Manche Mütter machen das Fläschchen für Babys Nachtmahlzeit schon fertig, wenn sie selbst ins Bett gehen. Wenn die Milch stundenlang lauwarm im Fläschchenwärmer steht, können sich leicht Keime bilden, die zu einer Infektion führen können. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme, welche Maßnahmen Sie bei häufigem Ausspeihen des Babys ergreifen können.