Luft rauslassen nach dem Essen

Bäuerchen beim Baby: So helfen Sie dem Kind beim Aufstoßen nach dem Stillen oder dem Brei

Luft rauslassen nach dem Stillen oder dem Brei: Ein Bäuerchen ist wichtig für das Baby, damit es keine Bauchschmerzen bekommt. Wie Sie Ihren Kleinen am besten beim Aufstoßen helfen, verraten wir hier.
Luft rauslassen nach dem Stillen oder dem Brei: Ein Bäuerchen ist wichtig für das Baby, damit es keine Bauchschmerzen bekommt. Wie Sie Ihren Kleinen am besten beim Aufstoßen helfen, verraten wir hier.
© iStockphoto, Konstantin Postumitenko

16. September 2020 - 12:32 Uhr

Bäuerchen beim Baby

Um das berühmte "Bäuerchen machen" beim Baby ranken sich viele Geschichten. Tatsache ist: Das Bäuerchen hilft Ihrem Kind. Beim Essen staut sich im Magen Luft an, die es durch das Bäuerchen wieder loswerden kann. Verschluckt das Kind beim Trinken oder beim Essen Luft, ist das Bäuerchen die beste Methode, diese Luft wieder loszuwerden. Dem Baby geht es danach besser und es fühlt sich wohler. Der Grund ist einfach: Luft im Bauch führt zu Bauchschmerzen. Wie uns Erwachsenen geht es auch Kindern. Das Bäuerchenmachen ist deshalb wichtig für Ihr Kind. Sie können ihm dabei helfen, indem Sie ihm sanft über den Rücken streicheln oder es sanft schaukeln.

Woher die Bezeichnung Bäuerchen kommt

Das Bäuerchen-Machen beim Baby kommt von dem Begriff "Bauer". Der Grund hierfür ist, dass es Bauern nachgesagt wurde, dass sie ein schlechtes Benehmen hätten. Aufstoßen nach dem Essen oder nach dem Trinken gehört in unserer Gesellschaft zum schlechten Benehmen. Aus diesem Grund wird das Aufstoßen des Babys als "Bäuerchen machen" bezeichnet.

Diese Begrifflichkeit ist für Eltern durchaus verwirrend. Bedeutet es doch letztlich, dass dieses Aufstoßen ihres Babys etwas Ungehöriges sein könnte. Doch es ist wichtig für Ihr Kind, lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Anstandsregeln in die Irre führen! 

Wie Sie Ihrem Baby beim Bäuerchen-Machen helfen können

Für Ihr Baby ist das Bäuerchen wichtig, um die überschüssige Luft nach dem Trinken oder Essen wieder loszuwerden. Wenn das Kind Probleme beim Bäuerchen-Machen hat, können Sie Ihrem Baby beim Aufstoßen helfen. Sie können es dafür an Ihre Schulter legen und dem Kind sanft über den Rücken streicheln. Wichtig ist dabei, dass Sie den Kopf und den Hals des Babys festhalten, damit es geschützt ist.

Oft wird geraten, auf den Rücken des Kindes zu klopfen, damit es ein Bäuerchen machen kann. Leichtes Streicheln, beispielsweise zwischen den Schulterblättern des Kindes, genügt jedoch meist um die Luft freizubekommen, die es verschluckt hat.

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Wenn das Baby beim Bäuerchen-Machen spuckt

Mütter und Väter bekommen verständlicherweise Angst, wenn der Säugling beim Bäuerchen zu spucken anfängt. Schnell ist dann die Sorge da, dass sich das Baby erbricht. Spuckt das Kind, sind es meist nur geringe Mengen an Milch oder Brei. Außerdem ist die Spucke dickflüssig, da das Trinken oder Essen unverdaut ausgespuckt wird. Ist das Ausgespuckte jedoch flüssig und das Baby weint dabei oder ist sehr unruhig, sollte der Kinderarzt hinzugezogen werden. Hier gilt es: Lieber einmal zu viel den Arzt aufsuchen als einmal zu wenig. Das Spucken beim Bäuerchen-Machen ist bei Babys nichts Ungewöhnliches, ein Erbrechen sollte jedoch sehr ernst genommen werden.