Bewegende Kampagne aus Neuseeland

So schädlich ist Rauchen für Hunde und Katzen

12. August 2019 - 17:43 Uhr

Darum sollten Tierhalter mit dem Rauchen aufhören

Dass Rauchen schädlich ist, weiß jeder. Auch, dass Passivrauch schuld an vielen Krankheiten ist, ist keine neue Info. Doch während inzwischen immer mehr Menschen daran denken, in der Anwesenheit von Schwangeren und Kindern aufs Rauchen zu verzichten, greifen viele Tierhalter vor Hund, Katze und Co. zum Glimmstengel. Wie selbstverständlich es zum Beispiel ist, seinen Hund vollzuqualmen und welche Folgen das haben kann, zeigt eine herzergreifende Kampagne aus Neuseeland, die im Video zu sehen ist.

Diese Kampagne regt zum Nachdenken an – und rührt dabei zu Tränen

Der Hund, unser treuer Begleiter. Im Video der Kampagne "Quit for your pets" ("Hör auf für deine Haustiere") der neuseeländischen Rauchfrei-Organisation Quitline sieht man aus der Sicht eines Hundes, wie selbstverständlich Raucher ihr Tier den schädigenden Dämpfen aussetzen. Das Herrchen des Vierbeiners liebt seinen Hund – das wird mehr als deutlich. Der Hund folgt ihm auf Schritt und Tritt. Doch egal ob im Auto, in der Wohnung oder auf dem Spaziergang, auch die Zigarette ist ein treuer Begleiter. Das Ende des Videos zeigt dann: Das geht nicht spurlos an dem Haustier vorbei.

So gefährlich ist Rauch für Haustiere

Raucher gefährden nicht nur sich selbst mit den Schadstoffen ihrer Zigaretten. Über den Passivrauch sind andere Menschen und Tiere diesen ebenfalls ausgesetzt. Haustiere leiden in einer Raucherwohnung besonders, da sie nicht nur den akuten Passivrauch abbekommen, sondern sich Giftstoffe auch auf Teppichen, auf dem Sofa und vor allem in ihrem Fell festsetzen. Wenn sie sich dann lecken, nehmen sie die Schadstoffe permanent zu sich.

Die daraus folgenden Auswirkungen auf Haustiere hat ein Forscherteam um Professor Clare Knottenbelt, Lehrkraft für Kleintiermedizin und -onkologie an der University of Glasgow, untersucht. "Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass Rauchen in der Wohnung einen direkten Einfluss auf Haustiere hat. Es erhöht das Risiko auf Zellschädigung, die Gewichtszunahme nach einer Kastration und das Risiko verschiedener Krebsarten."

Die häufigsten Folgen für Hunde und Katzen

Hunderassen mit langen Schnauzen bekommen durch das Rauchen ihrer Herrchen und Frauchen häufig Nasenkrebs, Rassen mit kürzeren Schnauzen oft Lungenkrebs. Der neuseeländischen Kampagne zufolge, verdoppelt sich das Krebsrisiko bei Hunden durchs Rauchen.

Katzen sollen noch mehr gefährdet sein, da sie sich noch ausgiebiger lecken und putzen. Auf der Homepage der Kampagne verrät Tierärztin Dr. Anu Murthy, dass Katzen in Raucherhaushalten häufiger an einem Plattenepithelkarzinom erkranken, das bei den Samtpfoten oft tödlich ende. Außerdem erhöhe das Passivrauchen bei ihnen die Chance auf ein Mundhöhlenkarzinom oder maligne Lymphome.

Auch andere Haustiere sind gefährdet

Doch nicht nur Hunden und Katzen schadet es, wenn ihre Besitzer in der Wohnung rauchen. Auch Nager, Vögel und sogar Fische (Nikotin löst sich im Wasser und kann sie krankmachen) sind betroffen. Am besten ist es daher, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn schon nicht für sich selbst, dann zumindest für die wehrlosen Haustiere! Und wer es nicht schafft, komplett aufzuhören: Gehen Sie fürs Rauchen am besten auf den Balkon, in den Garten oder vor die Tür!