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Sie wollen kämpfen, dürfen aber nicht: Ausländische Söldner in der Ukraine abgelehnt

Ausländische Kämpfer in der Ukraine abgelehnt

"Sie haben mir die Tür vor der Nase zugeschlagen"

"Ich wollte kämpfen - aber sie haben mich abgelehnt" Ausländische Söldner in der Ukraine
02:50 min
Ausländische Söldner in der Ukraine
"Ich wollte kämpfen - aber sie haben mich abgelehnt"

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Im Krieg gegen die russischen Truppen kann die Ukraine gerade jeden freiwilligen Kämpfer gebrauchen - zumindest könnte man das angesichts der heftigen Gefechte im ganzen Land annehmen.

Doch nicht jeder, der für die „Internationale Legion“ an der Seite ukrainischer Soldaten kämpfen will, darf das auch. RTL-Reporterin Nadja Kriewald hat mit Männern gesprochen, die aus verschiedenen Gründen wieder die Heimreise antreten müssen.

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Ausländische Kämpfer aus verschiedenen Gründen abgelehnt

Mit der notwendigen Ausrüstung im Gepäck ist Gustavo (Name geändert) aus Frankreich in die Ukraine gekommen, um die dortigen Soldaten im Krieg gegen Russland zu unterstützen. Er habe schon für Frankreichs Fremdenlegion gekämpft, behauptet er. Seine Mission scheitert jedoch an fehlenden Englischkenntnissen, die in der „Internationalen Legion“ vorausgesetzt werden.

Ein ähnliches Schicksal ereilte Abdul aus Florida. „Ich bin hergekommen, um dem ukrainischen Volk zu helfen, aber überall haben sie uns abgelehnt“, berichtet er. Es war nicht die Sprache, sondern eine Altersgrenze, die ihm im Weg stand – ausländische Kämpfer über 49 würden nicht genommen.

Keine Abenteurer erwünscht: "Die Männer müssen wissen, wie man in richtigen Kämpfen überlebt"

Anton Myranovich, Sprecher der Internationalen Legion, betont gegenüber RTL/ntv noch eine ganz andere Voraussetzung für die ausländischen Legionäre: „Wir laden Menschen ein, die echte Kampferfahrung haben, nicht nur Militärerfahrung, sondern echte Kampferfahrung. Das muss man verstehen.“ Die Männer müssten wissen, „wie man in richtigen Kämpfen überlebt“.

Um Abenteurer vom Kriegseintritt abzuhalten, unterzeichnen alle Söldner nach erfolgter Prüfung einen Vertrag mit der Armee. „Und dann genießen sie alle Vorteile, alle Rechte, aber auch die Verantwortung eines ukrainischen Soldaten“, sagt Myranovich.

Für Gustavo und Abdul kam es nicht bis zur Vertragsunterschrift. Nun treten beide wieder die Heimreise an. Gustavo zieht ein persönliches Fazit: „Sie haben mir die Tür vor der Nase zugeschlagen. Fühlt sich nicht gut an. Aber ich wünsche, dass es gut geht, dass die Ukrainer siegen werden.“ (tho)

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