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Gesundheitsminister und Lehrerpräsident: Keine Chance für normalen Unterricht

Schule im Januar: Die Corona-Zahlen lassen Eltern-Hoffnungen zerplatzen

04. Januar 2021 - 8:51 Uhr

Auch im Januar vermutlich kein regulärer Unterricht

Noch spielen unsere Kinder fleißig mit ihren Weihnachtsgeschenken unter dem Baum, noch befindet sich Deutschland im Feiertags- und Ferienmodus – doch viele Eltern schauen mit Sorge auf den Januar: Werden die Schulen und Kitas im neuen Jahr wieder öffnen? Schließlich gehen die Zahlen der Neuinfektionen trotz Lockdown und trotz Schulschließungen bisher nicht nennenswert runter. Und so äußern sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Deutschen Lehrerverbands mehr als skeptisch, was die Öffnungen der Schulen im Januar angeht.

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„Die Infektionslage wird das nicht zulassen“

"Diese Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt." Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt. "Ich sehe also nicht, wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown." Die Frage nach der Öffnung der Schulen und Kitas sei eine absolut nachvollziehbare Diskussion, die er auch aus seinem Umfeld kenne, sagte er. Aber: "Lieber jetzt am Stück eine Woche zu lang, als am Ende eine Woche zu wenig", so Spahn (s.Video). (Was Jens Spahn zum Thema Impfen und die weiteren Aussichten für den Januar in der Pressekonferenz gesagt hat, haben wir hier für Sie zusammengefasst)

Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sieht keine Chance auf einen regulären Unterricht nach den Weihnachtsferien. Allen sei klar, dass das im Januar nach den Ferien nicht möglich sein werde, sagte er im RTL/ntv-Interview. "Die Infektionslage wird das nicht zulassen." Deswegen müsse man sich nach wie vor entweder auf Distanzunterricht oder bestenfalls Wechselbetrieb vorbereiten. (Das ganze Interview im Video.)

Befeuert hatte die Schul-Öffnungsdiskussion zudem eine Studie aus Hamburg, die die Schulen doch als Infektionsort identifiziert hatte. Hier war an einer Hamburger Schule ein Corona-Ausbruch auf einen einzigen Superspreader zurückzuführen.

Kultusminister wollen sich Anfang Januar abstimmen

Entscheidungen zum weiteren Vorgehen an den Schulen werden spätestens am Dienstag kommender Woche erwartet, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über die Zeit nach dem zunächst bis 10. Januar befristeten Lockdown beraten. Einen Tag vorher wollen sich die Kultusminister der Länder in der Schulfrage abstimmen.

Möglicherweise verkünden einzelne Bundesländer aber auch schon vorher ihre Pläne - Bildung ist Ländersache. So hatte etwa Hamburg bereits am Dienstag die bereits vom 5. bis 10. Januar ausgesetzte Anwesenheitspflicht in Schulen um eine Woche verlängert. Der Senat schloss nicht aus, dass es auch in den letzten beiden Januarwochen keinen regulären Präsenzunterricht geben wird.

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