Junger Soldat wurde in die Ukraine geschickt und meldet sich nicht mehr

Weinende russische Mutter sucht nach ihrem Sohn: Was ist mit Kyrill passiert?

Russische Soldatenmütter suchen ihre Söhne Was ist mit Kyrill geschehen?
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Was ist mit Kyrill geschehen?
Russische Soldatenmütter suchen ihre Söhne

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Irina Chistyakova ist verzweifelt: Die Russin hat schon lange nichts mehr von ihrem Sohn Kyrill gehört. Der junge Mann ist Soldat und wurde zum Kämpfen in die Ukraine geschickt. Jetzt fürchtet Irina um sein Leben. „Ich ertrage es nicht mehr. Ich schlafe nicht mehr, nehme Tabletten. Ich bin erst 44 Jahre alt und bin schon wie eine alte Frau“, erzählt sie unter Tränen.

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Irina Chistyakovas Sohn ist in die Ukraine geschickt worden

Niemand kann ihr sagen, wo ihr Sohn ist, ob er lebt, ob er gefangen genommen oder getötet wurde. Kyrill taucht auf keiner offiziellen Liste auf, keine Behörde in Russland kann der verzweifelten Mutter Auskunft geben. Und Irina ist nicht allein. Im Video ist zu sehen, wie sie mit weiteren Soldatenmüttern vor den Kreml in Moskau zieht. Die Frauen haben eine Liste mit ihren verschwundenen Söhnen erstellt, die sie der russischen Regierung übergeben wollen.

Doch niemand nimmt die Liste an. Die Frauen werden abgewiesen. Ihre Aktion ist nicht ungefährlich, mehrere der Mütter wurden zuvor gewarnt, denn die russische Regierung, die noch nicht einmal von Krieg in der Ukraine sprechen will, kann keine Gruppe wütender Mütter vor dem Kreml gebrauchen, die zu viel Aufmerksamkeit auf den Konflikt lenken. „Niemand hört uns, niemand will uns zuhören. Das ist das Problem“, weint Irina. Sie und die anderen Frauen wollen sich so schnell aber nicht entmutigen lassen. Sie wollen weiter kämpfen, bis sie wissen, was mit ihren Söhnen passiert ist. (jgr)