Auch Baerbocks Beliebtheit schrumpft

RTL/ntv-Trendbarometer: Union erstmals wieder vor den Grünen

03. Juni 2021 - 10:32 Uhr

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union und Grünen

Die Union überholt die Grünen: Erstmals seit fünf Wochen liegen CDU/CSU laut aktuellem Trendbarometer wieder vor den Grünen. War es also nur ein kurzer grüner Höhenflug?

Union einen Punkt vor den Grünen

Im Vergleich zur Vorwoche verlieren Grüne und AfD im RTL/ntv-Trendbarometer jeweils einen Prozentpunkt, während CDU/CSU und FDP jeweils einen Prozentpunkt gewinnen. Die FDP erreicht 14 Prozent und liegt damit erstmals gleichauf mit der SPD. Im Februar 2009 hatten die Liberalen mit 18 Prozent zwar noch einen höheren Sympathiewert erreicht, damals schnitt die SPD allerdings mit 23 Prozent noch fünf Prozentpunkte besser ab.

Wenn jetzt bereits der neue Bundestag gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen:

  • CDU/CSU 25 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9 Prozent),
  • SPD 14 Prozent (20,5 Prozent),
  • FDP 14 Prozent (10,7 Prozent),
  • Grüne 24 Prozent (8,9 Prozent),
  • Linke 6 Prozent (9,2 Prozent),
  • AfD 9 Prozent (12,6 Prozent).

8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 26 Prozent über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

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Über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Ost- und Westdeutschland bei den Wahlabsichten immer noch gespalten.

Im Westen rangieren die Grünen mit 26 Prozent einen Prozentpunkt vor der Union - im Osten erreichen die Grünen dagegen nur 12 Prozent. In Westdeutschland kommen SPD und FDP auf jeweils 15 Prozent, im Osten erreichten die SPD 12 und die FDP 10 Prozent.

In Ostdeutschland ist die CDU mit 23 Prozent stärkste Kraft, auf Platz 2 folgt mit 21 Prozent die AfD. Im Westen allerdings erreicht die AfD lediglich 7 Prozent. 13 Prozent der Ostdeutschen würden derzeit die Linke wählen, in Westdeutschland erreicht sie 4 Prozent.

Gemessen an der Bundestagswahl 2017 haben Union und SPD im Osten geringere Verluste als im Westen: Die Union verliert im Westen 9,3, im Osten 5,5 Prozentpunkte - die SPD verliert im Westen 7,0, im Osten 1,8 Prozentpunkte. Die Grünen hingegen gewinnen im Westen deutlich stärker als im Osten: In Westdeutschland legt sie um 16,3, im Osten um 7,6 Prozentpunkte zu.

Kanzlerfrage: Baerbocks Vorsprung vor Laschet schrumpft von 17 auf 5 Prozentpunkte

In der Kanzlerfrage ist der Vorsprung von Annalena Baerbock vor ihren Konkurrenten Armin Laschet und Olaf Scholz geschrumpft. Im RTL/ntv-Trendbarometer ist der Zuspruch zu der Kanzlerkandidatin der Grünen gegenüber der Vorwoche um vier Prozentpunkte zurückgegangen. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit noch 24 Prozent für Baerbock entscheiden - das sind acht Prozentpunkte weniger als vor fünf Wochen, unmittelbar nach ihrer Nominierung.

Laschet käme momentan auf 19 Prozent (plus ein Prozentpunkt), Scholz würde unverändert 14 Prozent erreichen. Damit wäre Baerbocks Vorsprung vor Laschet binnen fünf Wochen von 17 auf 5 Prozentpunkte zurückgegangen. 43 Prozent der Befragten würden sich für keinen der drei entscheiden. (forsa/eku)

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