Wirtschaftsminister im RTL-Interview

Robert Habeck: Putins Waffenstillstand ist wenig glaubhaft

"Danke Deutschland, dass es so stark spart!" Robert Habeck im RTL-Interview
04:36 min
Robert Habeck im RTL-Interview
"Danke Deutschland, dass es so stark spart!"

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Kreml-Chef Putin ordnet eine Feuerpause in der Ukraine an - aber nur über das orthodoxe Weihnachtsfest. Das hält Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck für wenig glaubhaft, wie er im RTL-Interview sagte.

Im Interview spricht Habeck auch über das Thema Energie und die Preisentwicklung von Gas. Wann wird es für den Verbraucher endlich wieder günstiger? Das ganze Gespräch – im Video!

Lese-Tipp: Alle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt lesen Sie auch in unserem Live-Ticker.

„Die Notwendigkeit, irgendwann in Gespräche zu kommen, ist natürlich da"

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck könne nachvollziehen, dass die Ukraine nicht auf die von Kremlchef Putin angekündigte Feuerpause einsteige, erklärte er bei RTL Direkt.

„Wenn man selber während der Silvesternacht oder über die Weihnachtstage in der Ukraine Bomben und Raketen hageln lässt, dann ist das natürlich - so schön Waffenstillstände auch sind - wenig glaubhaft, wenn man den einseitig dann verkündet oder ausruft“, so Habeck.

Weiter betonte der Grünen-Politiker, dass die Ukraine die Bedingungen für Gespräche mit Russland selbst festlegen muss. „Die Notwendigkeit, irgendwann in Gespräche zu kommen, ist natürlich da. Jeder Tag des Krieges ist fürchterlich und schlimm. Allerdings zu Bedingungen, die die Ukraine festlegen muss.“ Russland habe diesen Krieg vom Zaun gebrochen und sei schuld, so Habeck weiter. Es sei „…die persönliche Schuld von Wladimir Putin.“

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Unterdessen hat Deutschland beschlossen, der Ukraine neben Marder-Panzern auch für die Luftabwehr eine Patriot-Flugabwehrbatterie zur Verfügung zu stellen. Das bezeichnet Habeck als wichtigen, nächsten Schritt:

„Es zeigt, dass Deutschland im Gleitflug mit den westlichen Alliierten in der Lage ist, immer wieder seine Entscheidungen zu überprüfen und anzupassen. Und das ist das, was der Ukraine jetzt sehr konkret hilft. Wir bleiben dabei, dass wir der Ukraine Unterstützung geben, die Unterstützung immer weiter ausweiten wollen, aber uns immer eng absprechen mit den Partnern. Und das hat in diesem Fall doch ganz gut geklappt. Insofern hoffentlich ein guter Tag für die Ukraine und ein Tag, der zeigt, dass Deutschland weitere Unterstützung zu geben bereit ist.“ (eku)

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