Ältere Mütter haben mehr Komplikationen

Risikoschwangerschaft: Was genau bedeutet das eigentlich?

Was bedeutet Risikoschwangerschaft?
Was bedeutet Risikoschwangerschaft?

03. September 2019 - 10:29 Uhr

Diagnose "Risikoschwangerschaft" fällt immer häufiger

Den Begriff "Risikoschwangerschaft" haben Sie sicherlich schon mal gehört. Immerhin bekommen rund 75 Prozent aller Schwangerschaften diesen anfangs vielleicht ängstlich stimmenden Vermerk im Mutterpass. Wir verraten Ihnen, woran das liegt und warum Sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn Sie zu den vielen Risikoschwangeren gehören.

Vor allem das Alter der werdenden Mutter spielt eine Rolle

Dem IGES Institut zufolge waren 2010 drei Viertel aller Schwangerschaften "riskant" – Tendenz steigend. Wenn eine Frau ein Kind erwartet und zum ersten Mal mit dem Frauenarzt darüber spricht, wird dieser aufgrund von verschiedenen Faktoren entscheiden, ob es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt oder nicht. Durch diesen Vermerk im Mutterpass soll gewährleistet werden, dass Schwangere mit erhöhtem Risiko für Komplikationen ganz besonders gut betreut werden.

Da jedoch die Risikofaktoren auf der Kriterienliste, die eine Schwangerschaft aus medizinischer Sicht riskanter werden lassen, in den vergangenen Jahren von 17 auf 52 angestiegen sind, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Zahl der Risikoschwangerschaften steigt. Da Frauen ab einem Alter von 35 prinzipiell immer als Risikoschwangere eingestuft werden, spielt auch das steigende Durchschnittsalter von Erstgebärenden eine große Rolle. Prominentes Beispiel ist gerade Herzogin Meghan, die nun mit 37 Jahren ihr erstes Kind bekommen wird. 

Alles über die Risikoschwangerschaft

In unserer Bilderstrecke können Sie nachlesen, welche Faktoren zur Risiko-Einstufung führen, welche Untersuchungen Sie bei einer solchen Schwangerschaft durchführen müssen und welche Komplikationen auftreten könnten.

Doch keine Angst – nur, weil Ihnen eine Risikoschwangerschaft attestiert wurde, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die medizinische Betreuung von Schwangeren ist inzwischen so gut, dass in den meisten Fällen alles glatt läuft.