Tipps für die kalte Jahreszeit3 × 5 oder 5 × 5! Diese Regeln zeigen euch, wie ihr im Winter richtig lüftet

Lüften will gelernt sein!
Was im Ausland oftmals für Spott sorgt, ist in Deutschland eine Wissenschaft für sich: das Lüften. Denn dabei gibt es einiges zu beachten. Erst recht, wenn es, wie aktuell, draußen eisig ist. Das Einmaleins im Lüften im Überblick.
Die Faustformeln um richtig zu lüften! Diese Regeln helfen euch über den Winter
Egal zu welcher Jahreszeit, man sollte die Fenster zum Lüften mehrfach am Tag kurz aufreißen. „Denn regelmäßiges, gründliches Lüften sorgt für eine gute Versorgung mit Sauerstoff bei den Menschen, vermeidet Schimmel in den eigenen vier Wänden und Bauschäden am Haus“, heißt es vom Verband „Fenster + Fassade“.
Als Faustformeln gelten die 3 × 5- und 5 × 5-Regeln. Übersetzt bedeutet das fünfmal pro Tag für fünf Minuten lüftet – zumindest wenn man viel zu Hause ist. Wer viel außer Haus ist, sollte auf die 3 × 5-Regel zurückgreifen. Die besagt, dass man dreimal pro Tag für fünf Minuten lüften sollte.
Das immer noch weit verbreitete „Fenster auf Kipp stellen“ ist dabei allerdings gar keine gute Idee: „Wichtig für das richtige Lüften ist, dass die Fenster vollständig geöffnet werden“, betont VFF-Geschäftsführer Lange. Nur so wird in der kurzen Zeit möglichst viel Luft ausgetauscht.
Richtig lüften im Winter – dabei entscheidet auch die Außentemperatur
Ist es draußen nicht ganz so frostig-kalt, kann das Stoßlüften auch angepasst werden. Der Verband „Fenster + Fassade“ rät zu den folgenden Lüftungsdauern – je nach Außentemperatur:
Mehr als 10 Grad: für 15 Minuten lüften
0 – 10 Grad: zehn Minuten pro Lüftungsvorgang
bei Minustemperaturen: Fenster für fünf Minuten pro Einheit aufreißen
Wie oft man letztlich in den einzelnen Wohnräumen lüften sollte, ist aber auch abhängig von vielen individuellen Faktoren: Etwa, ob man sich in einem Zimmer aufhält und atmet oder nachts im Bett schwitzt. Vor allem für Feuchtigkeit sorgen das Kochen, Duschen und Baden. Danach sollte immer direkt gelüftet werden. Außerdem: Je mehr Personen im Haushalt leben, umso häufiger sollte gelüftet werden.
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Darum ist der Austausch von warmer und kalter Luft so wichtig
Denn: „Warme, geheizte Raumluft ist in der Lage, relativ viel Wasser zu speichern. Trifft sie auf die kühleren Wände im Raum, insbesondere die äußeren Hauswände, dann kondensiert die feuchte Luft daran.

Der Wasserfilm ist ein optimaler Nährboden für Schimmel. Vor allem in Ecken des Raumes, in Nischen und rund um das Fenster, aber auch hinter Möbelstücken direkt an der Außenwand bildet sich der am ehesten.
Luftfeuchtigkeit zu hoch? So findet ihr es heraus

Einen Hinweis, wann das Lüften mal wieder fällig ist, gibt das Hygrometer, ein Messgerät für Luftfeuchtigkeit. Zeigt es einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchte an, sollte man die Fenster öffnen. So lautet zumindest der generelle Rat. Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz betont aber, dass die Obergrenze an kalten Tagen in schlecht gedämmten Altbauten schon bei 40 Prozent relativer Luftfeuchte liegt, während gut gedämmte Neubauten locker mit 55 Prozent klarkommen.
Bildet sich am Fenster oder an der Wand Kondenswasser, beträgt die Luftfeuchtigkeit dort schon 100 Prozent. Das Problem: Schimmelpilze wachsen bereits bei einer relativen Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent. Bei diesem Wert fühle sich die Oberfläche weder feucht an, noch könne man Kondenswasser sehen. Daher gilt: schön regelmäßig lüften! (dpa/vdü und jow)
Verwendete Quellen: Verband „Fenster + Fassade”, Verbraucherzentrale Rheinland und dpa



















