Wissenschaftler wollen Beziehung zum Menschen verbessern

Neue Studie: Ist IHRE Katze etwa auch ein Psychopath?

Manche Katzen sind echt ein bisschen crazy - aber es kann ihnen geholfen werden.
Manche Katzen sind echt ein bisschen crazy - aber es kann ihnen geholfen werden.
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29. November 2021 - 11:00 Uhr

Beziehung zwischen Katze und Besitzer untersucht

Katzenbesitzer kennen das: Stubentiger verhalten sich oft äußerst kurios und rätselhaft. Was viele nicht wissen: Katzen sind oft auch regelrechte Psychopathen. Ein Team von Psychologen untersuchte für eine neue Studie nun die Beziehungen zwischen Tausenden von Katzen und ihren Besitzern.

Kommt Ihre Katze Ihnen ein bisschen psycho vor?

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Katze ein psychologisch zweifelhaftes Verhalten an den Tag legt? Vielleicht sogar ein bisschen psycho ist? Dann gibt es jetzt eine Möglichkeit, das herauszufinden! Denn Psychologen haben für eine Studie Tausenden von Katzen untersucht und eine Methode entwickelt, mit der jeder seinen Stubentiger selbst analysieren kann, berichtet die Daily Mail. Der Fragebogen besteht aus 46 Aussagen, die Besitzer müssen in ihm bewerten, wie gut eine Aussage ihr Haustier beschreibt. Die Studie, an der 2.042 Katzenbesitzer teilnahmen, wurde im Journal of Research in Personality veröffentlicht.

Beispiele aus dem Fragebogen sind:

  • Meine Katze quält ihre Beute, anstatt sie sofort zu töten
  • Meine Katze gibt ohne ersichtlichen Grund schrille Laute von sich
  • Meine Katze ist sehr schnell erregbar

Psychopathie für wilde Katzen einst hilfreich

Der CAT-Tri+ genannte Test ist das erste Instrument zur Messung der Psychopathie bei Katzen, so die Forscher von der Universität Liverpool und der Liverpool John Moores University. Studienleiterin Rebecca Evans sagt: "Wir glauben, dass sich die Psychopathie wie jedes andere Persönlichkeitsmerkmal auf einem Kontinuum befindet, bei dem einige Katzen höhere Werte aufweisen als andere. Es ist wahrscheinlich, dass alle Katzen ein gewisses Maß an Psychopathie aufweisen, da dies für ihre Vorfahren einst hilfreich war, um Ressourcen wie Nahrung, Territorium und Paarungsmöglichkeiten zu erlangen."

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Aber was nutzt es Katzenbesitzern eigentlich zu wissen, dass sie einen kleinen Hannibal Lecter zu Hause rumlaufen haben? Eine Menge – denn die Arbeit der Wissenschaftler hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Denn das Team hofft, so die Beziehungen zwischen Katzenbesitzern und Katzen zu verbessern und dadurch die Zahl der Haustiere zu verringern, die in Tierheimen landen oder eingeschläfert werden müssen. So berichtet Psychologin Evans, dass der Fragebogen von Besitzern oder Tierärzten verwendet werden kann, um unerwünschte Verhaltensweisen aufzuzeigen und die Umgebung der Katzen zu verbessern.

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"Eine Katze mit einer hohen Punktzahl auf der Psychopath-Skala könnte von großen und hohen Kratzbäumen profitieren, da die Cat-Tri+ Elemente darauf hindeuten, dass sie gerne erkundet und klettert", sagt die Psychologin. Eine bereichernde Umgebung für freche Katzen könne konkurrierendes und aggressives Verhalten gegenüber Menschen, anderen Haustieren und Besitztümern verringern. (ija)

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Tierverhaltensforscherin Dr. Kelly Ballantyne, Mitautorin des Buches "Decoding your Cat", hat dem US-amerikanischen Tiermagazin The Dodo verraten, welche Anzeichen dafür sprechen, dass der Stubentiger gerade ziemlich gestresst oder, schlimmer noch, ziemlich krank ist.