2019 M01 8 - 16:07 Uhr

Wie schützen wir unsere Daten?

Hacker klauen unfassbar viele Daten von Politikern und Prominenten, darunter private Fotos und Nachrichten. Diese Meldungen lassen regelmäßig aufschrecken, aber kann man sich als Privatperson überhaupt vor den Datendieben schützen? Zumindest kann man es den Hackern erheblich erschweren, an eine Vielzahl von Daten zu gelangen. Hier hilft ein Passwortmanager weiter.

Hacker freuen sich über kurze Passwörter, die immer wieder benutzt werden

Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die meisten User schlechte Passwörter benutzen, wie den Klassiker "123456". Oder sie benutzen für viele unterschiedliche Anbieter wie E-Mail, Social Media, Online-Shopping oder Streaming-Dienst immer wieder dieselben Passwörter.

Passwortmanager helfen, beide User-Fallen zu vermeiden. Das digitale Helferlein merkt sich nicht nur die unterschiedlichen Passwörter, sondern bietet auf Knopfdruck Passwörter an, die schwer zu knacken sind.

Stiftung Warentest empfiehlt den Einsatz von diesen Passwortmanagern

Die Stiftung Warentest hat verschiedene Passwortmanager für unterschiedliche Plattformen wie Android, iOS, Windows oder MacOS genauer angeschaut. Empfohlen werden folgende kostenpflichtige Programme:

  • Dashlane Premium
  • LastPass
  • Keeper Security

Dashlane überzeugt die Tester mit dem Sicherheitskonzept und der einfachen Bedienung. LastPass und Keeper Security verfügen über noch bessere Sicherheitsfunktionen, sind aber weniger komfortabel beim Einrichten und in der Alltags-Nutzung.

Beliebt bei iPhone-Nutzern ist außerdem die kostenpflichtige App 1Password. Android-User sollten auch einen Blick auf die kostenlose App KeePass werfen.

Unser Tipp: Von den meisten Programmen gibt es zeitlich begrenzte oder abgespeckte Versionen, die man kostenlos testen kann. Da die Benutzerführung oft Geschmackssache ist, sollte man das Programm vor dem Kauf ausprobieren.

Sicheres Masterpasswort für Passwortmanager finden

Der Passwortmanager selber wird von einem sogenannten Masterpasswort geschützt. Gerade das sollte natürlich nicht aus der Kombination "123456" bestehen. Die Stiftung Warentest empfiehlt hier Vorgaben der Sicherheitsexperten vom US-Institut für Standards und Technologie (NIST): Das Passwort sollte so lang wie möglich sein, empfohlen werden mindestens 20 Zeichen. Es darf sogar aus echten Worten bestehen, die einen Satz bilden. Dieser sollte aber ein Quatsch-Satz sein, der keinen Sinn ergibt und in keinem Buch steht. Außerdem kann es nicht schaden, ein paar Sonderzeichen in dem Satz zu verteilen.

Was sollte das Programm noch haben?

Sicherheits-Experten empfehlen außerdem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Neben dem Masterpasswort wird der Passwortmanager durch einen zweiten Sicherheitsschlüssel geschützt, das kann auch ein Fingerabdruck auf dem Smartphone sein. Außerdem können viele Programme auf mehreren Endgeräten genutzt werden, zum Beispiel auf dem Smartphone und dem Notebook. Eine Synchronisierungs-Möglichkeit über einen Cloud-Dienst vereinfacht die geräteübergreifende Nutzung.

Ist der Passwortmanager sicher?

100 Prozent sicher ist im Internet nichts. Allerdings ist ein Passwortmanager ein sehr sicherer Schutz, auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt die Verwendung. Die Passwörter im Browser zu speichern wird dagegen von den meisten Sicherheits-Experten nicht empfohlen.